Dinkel

Dinkel


Definition:

Dinkel ist eine alte Kulturform des Weizens. Er besitzt mehr Eiweiß und Mineralstoffe – Magnesium, Zink und Eisen – als dieser und besonders viel der Aminosäuren Tryptophan und Tyrosin. Die benötigt der Körper zur Herstellung des „Glückshormons“ Serotonin.  

Dinkel hat ein feines nussartiges Aroma und eignet sich für Brot, Kuchen, Bratlinge und Teigwaren.

Geschichte:

Dinkel wurde schon von den Alemannen vor allem im südwestlichen Mitteleuropa angebaut. In dieser Gegend, dem Schwabenland, wird auch heute noch viel Dinkel kultiviert, daher die Bezeichnung „Schwabenkorn“ für das Urgetreide.

Dinkel ist eine genügsame Getreidepflanze, die wenig Ansprüche an den Boden stellt. Die Ähren mancher Sorten werden allerdings bis zu zwei Meter hoch und sind daher nicht sehr standfest.

Die Körner sind von einem Spelz umhüllt, der sich auch beim Dreschen nicht löst. Er muss vor dem Vermahlen in einem aufwendigen Gerbgang entfernt werden, was Dinkel teurer macht als Weizen. Vorteil: Die festsitzende Hülle schützt das Korn vor Schädlingen und unerwünschten Umweltstoffen.

Konventionelle Produkte:

Aus konventioneller Intensivlandwirtschaft mit Kunstdüngung und Pestiziden. Häufig Sorten, die mit Weizen gekreuzt wurden. Die lassen sich leichter pflegen, bringen höhere Erträge und haben besser Backeigenschaften.

Biologische Produkte:

Lange Zeit war Dinkel in Vergessenheit geraten, denn er liefert geringere Erträge als Weizen. Vor allem im Öko-Landbau wird er heute wieder angebaut, bevorzugt Sorten ohne starke Weizeneinkreuzung. Mit ein Grund für die Nachfrage: Manche Weizenallergiker, die auf anderes Eiweiß als Gluten reagieren, vertragen Dinkel besser.

Im Naturkostladen gibt es Dinkel pur als ganzes Korn, zu Flocken und Mehl, Kleie oder Grieß verarbeitet. Das Angebot an Nudeln, Backmischungen, Keksen und Müslis mit Dinkel ist groß.

Tip:

Aromatisch-würzig im Geschmack ist Grünkern. Das ist grün, also unreif,  geernteter Dinkel, der mit Hitze getrocknet (gedarrt) und entspelzt wurde.