Quinoa

Quinoa


Definition:

Quinoa oder Quinua ist eine südamerikanische Körnerfrucht, die zur Familie der Gänsefußgewächse gehört. Damit ist sie botanisch gesehen kein , wird diesem aber zugerechnet, da die Körner ähnlich verwendet werden. Sie sind wahre Nährstoffwunder, mit 15 Prozent hochwertigem Eiweiß samt essentieller Aminosäuren, verschiedener Vitamine der B-Gruppe und viel Vitamin E, Mineralstoffen – vor allem überdurchschnittlich viel Kalzium, Phosphor und Eisen  – und reichlich ungesättigten Fettsäuren.

Geschichte:

Die Pflanze war lange Zeit das Grundnahrungsmittel in vielen Ländern Südamerikas und galt als Wundermittel für Kraft und Gesundheit. Das „Gold der Inka“ wird seit über 6000 Jahren in den Hochebenen der Anden kultiviert und war den Inkas heilig. Dann kamen die spanischen Eroberer: Sie verboten den Anbau von Quinoa und führten Getreide wie Weizen, Gerste und Hafer ein. Dass die Pflanze dennoch erhalten blieb, ist den Indianern zu verdanken. Qunioa ist auch unter den Namen Reismelde, Perureis, Inkareis und Inkaweizen bekannt.

Konventionelle Produkte:

Vereinzelt in gut sortierten Supermärkten.

Biologische Produkte:

Quinoa gibt es vor allem im Naturkosthandel, sowohl weiße, rote als auch schwarze Sorten. Sie kommen überwiegend aus Bolivien, Ecuador und Peru, wo sie ohne Chemie heranwachsen. Dank der Höhenlage gibt es dort kaum Schädlinge.

Nicht nur als ganze Körner erhältlich, auch als Flocken, gepoppt und vermahlen. Als Zutat in manchem Müsli oder Bratling zu finden.

Verwendung:

Als Beilage wie Reis (viel kürzere Garzeit) oder in Suppen und Eintöpfen, vermahlen in herzhaften und süßen Aufläufen sowie Brot- und Kuchenteig. Qunioa bereichert mit seinem leicht nussigen Geschmack und dem guten Nährstoffprofil auch Müsli.

Tip:

Die Körner enthalten natürliche Bitterstoffe in ihren Schalen, die Saponine. Die sollte man vor dem Kochen mit heißem Wasser abwaschen.

In den Handel kommen zum Teil bereits bitterstoffarme Sorten oder Körner, deren Bitterstoffe mechanisch entfernt wurden. Als Nahrung für Kinder unter zwei Jahren sind sie dennoch nicht zu empfehlen. Wohl aber für Menschen, die Gluten nicht vertragen, denn Quinoa ist frei davon.