Speiseöle

Speiseöle


Definition:

Flüssige Pflanzenfette. Schonend gepresst liefern sie reichlich essentielle, ungesättigte Fettsäuren, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann, etwa Linolsäure.

Verwendung:

Je nach Art des Öls zum Braten, Backen und Kochen sowie für Salatsoße, auch in Quark oder Müsli.

Konventionelle Produkte:

Rohstoff aus konventioneller Landwirtschaft. Für die Massenproduktion werden Öle bei 100 Grad und mehr ausgepresst und/oder chemisch mit dem Lösungsmittel Hexan extrahiert. Für besseren Geschmack und Aussehen, wird das Öl anschließend in mehreren Raffinationsstufen bei hohen Temperaturen entschleimt, entsäuert, entfärbt und mit Wasserdampf desodoriert, das heißt unerwünschte Geruchs- und Geschmacksstoffe entfernt. Diese Prozedur zerstört ungesättigte Fettsäuren und fettlösliche Vitamine. Solch raffinierte Öle sind heller als kalt-gepresste Sorten und schmecken neutral.

Biologische Produkte:

Rohstoff aus ökologischer Landwirschaft. Raffination ist nicht zulässig. Speiseöle im Naturkostladen sind ausschließlich schonend und rein mechanisch gepresst oder zentrifugiert. Beim mechanischen Kaltpressen entstehen nur Temperaturen bis zu 65 Grad. Dabei bleiben ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und andere Vitalstoffe fast vollständig erhalten.

Tip:

Kaltgepresste Öle nicht zum Braten verwenden. Die hohen Temperaturen zerstören Vitalstoffe. Zudem können giftige Stoffe entstehen. Dafür gibt es  im Bio-Laden extra hoch erhitzbares Back- und Bratöl. Es stammt aus speziell gezüchteten Sonnenblumen- und Distelsorten.

Distelöl

Öl aus den Samen der Färberdistel. Das kaltgepresste Öl ist reich an der zweifach ungesättigten Linolsäure: mit bis zu 80 Prozent besitzt es den höchsten Gehalt aller Pflanzenöle.

Haselnussöl

Öl aus Haselnüssen. Es ist reich an der einfach ungesättigten Ölsäuren und Vitaminen D und E.
Kokosfett

Kokosfett

Aus dem Kernfleisch der Kokosnuss gepresstes Öl. Es besteht zu rund 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren und hat einen nussartigen Geschmack.
Kürbiskernöl

Kürbiskernöl

Öl aus Kürbiskernen. Das dunkelgrüne, intensiv nussig schmeckende Öl gilt als Delikatesse.
Leinöl

Leinöl

Öl aus den Samen der Leinpflanze. Leinöl ist mit etwa 55 Prozent sehr reich an Alpha-Linolensäure. Dies ist eine essenzielle Omega-3-Fettsäure, die der Körper nicht selbst bilden kann, sondern mit der Nahrung aufnehmen muss.

Maiskeimöl

Speiseöl aus den fetthaltigen Keimen von Maiskörnern. Kaltgepresst enthält es viele essentiellen Fettsäuren, vor allem Linol- und Ölsäure, sowie reichlich Vitamin E und Coenzym Q (Q10).
Margarine

Margarine

Streichfett aus mindestens 80 Prozent Öl und Wasser. Damit die sich mischen, kommen Emulgatoren hinzu, ebenso Säuerungsmittel und häufig etwas Salz für den Geschmack sowie Farbstoffe. Bis zu 3 Prozent Milcheiweiß/Molke sind erlaubt.

Mohnöl

Öl aus Mohnsamen. Enthält zwischen 60 und 70 Prozent Linolsäure. Da schwer zu gewinnen, ist es eine rare Spezialität.
Olivenöl

Olivenöl

Öl aus Oliven. Natives Olivenöl extra, die höchste Qualitätsstufe, ist ganz besonders reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E, daher der Ruf als besonders gesundes Öl.

Sesamöl

Öl aus Sesamsamen. Kaltgepresst hat es ein optimales Verhältnis zwischen der einfach ungesättigten Ölsäure und der zweifach gesättigten Linolsäure. Außerdem enthält es reichlich Lecithin.

Sojaöl

Aus den Samen der Sojabohne. Kaltgepresst reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure um die 50 , alpha-Linolensäure um die 6 Prozent) sowie an  Ölsäure, etwa 25 Prozent. Außerdem mit viel Lecithin.
Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl

Speiseöl aus den Kernen der Sonnenblume. Kaltgepresst  enthält es viele ungesättigte Fettsäuren und ist reich an Vitamin E sowie Lecithin.
Walnussöl

Walnussöl

Öl aus Walnüssen. Es enthält bis zu 73 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Linolsäure und Alpha-Linolensäure), viel Lezithin und B-Vitamine, insbesondere B6 und Vitamin E.

Weizenkeimöl

Hochwertiges Öl aus den Keimlingen des Weizens. Kaltgepresst enthält es reichlich Vitamin E: pro 100 Gramm Öl sind es um die 200 Milligramm. Außerdem ist Weizenkeimöl reich an ungesättigten Fettsäuren wie Linol- und Linolensäure.