Ahornsirup

Ahornsirup


Definition:

Natürliches Süßungsmittel aus dem eingedickten Saft von Ahornbäumen. Zuckeranteil: 65 Prozent.

Ahornsirup war schon bei den Indianern Nordamerikas beliebt. Heute kommt er überwiegend aus Kanada, vor allem aus der Provinz Quebec. Der eingedickte Saft ist reich an Mineralstoffen.

Herstellung:

Erst wenn ein Ahornbaum mindestens 40 Jahre alt ist, eignet er sich zur Saftgewinnung. Dazu wird er angebohrt und  mit einem Zapfhahn versehen. Der austretende Saft läuft mit dem vieler anderer Bäume durch ein System von Plastikschläuchen in Sammelbehälter und von dort in Tankwagen, die ihn in die Fabrik , die sogenannte „Zuckerhütte“, transportieren. Dort wird die Flüssigkeit, die anfangs nur 4 Prozent Zucker enthält, zu Sirup eingedickt.

Erntesaison ist gewöhnlich von Ende Februar bis Anfang  April. In dieser Zeit werden pro Baum durchschnittlich 40 Liter Saft abgezapft – nur so viel, dass er unbeschadet weiter wachsen kann. Die ergeben einen Liter Sirup.

Konventionelle Produkte:

In den Ahorn-Plantagen kommen Kunstdünger und Spritzmittel zum Einsatz. Damit das Bohrloch offen bleibt, sind Bleichmittel üblich. Mitunter wird der Saft dem Baum mithilfe von Pumpen entzogen, um Zeit zu sparen und die Erntemenge zu steigern. Zum Teil wird mit Chemikalien verhindert, dass der Saft beim Einkochen schäumt.

Biolologische Produkte:

Ahornsirup, der im Naturkosthandel angeboten wird, stammt aus kontrolliert biologischem Anbau. Er wird ohne chemische Zusätze eingekocht.

Tip:

Je früher der Saft geerntet wird, desto heller und milder ist er im Geschmack. Dunkle, spät gezapfte Sorten schmecken kräftig und karamellig. Diese Qualitätsstufen werden nach ihrer Lichtdurchlässigkeit in die Grade A, B, C und D (von hell nach dunkel) unterteilt.