Trockenfrüchte

Trockenfrüchte

Produktgruppe Trockenfrüchte

Definition:

Getrocknete Früchte, zum Beispiel Aprikosen, Sauerkirschen, Äpfel, Sultaninen, Feigen, Korinthen, Datteln, Bananen, Pflaumen, Mangos. Die Früchte verlieren während des Trocknungsvorgangs einen Großteil ihrer Feuchtigkeit. Dadurch werden sie haltbarer, viele Inhaltsstoffe reichern sich an: Trockenfrüchte enthalten bis zu 5 mal mehr Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe als die frischen Früchte. Auch der Zuckergehalt steigt, auf 60 bis 70 Prozent. Manche Vitamine hingegen leiden.
Trockenfrüchte eignen sich als Energielieferant für zwischendurch oder als gesunde Nascherei.

Herstellung:

Die reifen Früchte werden nach der Ernte gewaschen, in Rüttelsieben von Stielen und Blättern getrennt und je nach Sorte entsteint (Pflaumen, Sauerkirschen) oder geschnitten (Ananas, Mango, Papaya). Dann werden die Früchte getrocknet, in der Sonne oder in speziellen Dörrapparaten. Wichtig ist die Kontrolle auf Aflatoxine. Das sind  giftige Stoffwechselprodukte bestimmter Schimmelpilze.

Konventionelle Produkte:

Konventionell angebaut. Da Trockenfrüchte anfällig für Schädlingsbefall sind, dürfen sie in manchen Erzeugerländern mit Methylbromid begast werden, das Insekteneier und Larven abtötet. Das Gas schädigt die Ozonschicht und steht im Verdacht, Krebs zu erregen.
Die Behandlung mit Schwefeldioxid schützt ebenfalls vor Schädlingsbefall und bewirkt zudem, dass die Früchte ihre Farbe behalten. Bei empfindlichen Menschen kann Schwefel Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder Asthma auslösen. Konservierung mit synthetisch hergestellter Sorbinsäure möglich.

Biologische Produkte:

Kontrolliert-biologischer Anbau. Etliche Produkte stammen aus fairem Handel. Keine Begasung und Schwefelung der Früchte, ohne Zusatz von Farb- und Konservierungsstoffen.  Um Insekteneier und Larven zu vernichten,  werden die Früchte schockgefroren oder erfahren eine Druckbehandlung mit Kohlendioxid.

Tip:

Weißlicher Belag auf den Früchten ist kein Schimmel, sondern Zucker, der mit der Zeit bei unbehandelten Früchten austreten kann.

Softfrüchte werden nach der Trocknung mit Wasserdampf wieder künstlich aufgeweicht. Das macht sie geschmeidig und schmackhaft. Dadurch erscheinen sie frischer, haben aber eine geringere Nährstoffdichte.

Datteln

Datteln

Früchte der Dattelpalme. Zwei bis sechs Zentimeter lange Beeren mit einem schmalen, länglichen Kern. Beheimatet vor allem im nordafrikanischen Raum, darüber hinaus im Nahen und Mittleren Osten.
Feigen

Feigen

Birnenförmige Frucht des Feigenbaums. Beheimatet in Nordafrika, den Mittelmeerländern, aber auch in Nord- und Südamerika. Feigen besitzen reichlich Fruchtzucker und Ballaststoffe. Damit unterstützen sie die Verdauung und liefern schnell Energie.
Rosinen

Rosinen

Sammelbegriff für getrocknete Weinbeeren, auch für eine bestimmte Sorte - die Bezeichnungen sind im Handel nicht immer einheitlich. Hauptsorten: Die kleinen schwarzen Korinthen stammen von griechischen Trauben. Sie schmecken fruchtig-herb.