Kaltpressung von Pflanzenölen

Naturkost-ABC:
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Schonende Methode zur Gewinnung von hochwertigen Pflanzenölen aus Ölsaaten, Hülsen- und Steinfrüchten, die im ökologischen Landbau eingesetzt wird. Die konventionelle chemische Öl-Extraktion ist hier verboten.

Der Begriff Kaltpressung kann jedoch auch irreführend sein. So entstehen zum Beispiel bei der Erstpressung von Soja- oder Maisöl Temperaturen von bis zu 75 Grad. Gesetzlich ist dieser Begriff bisher nicht geregelt. Deshalb kann auch unter höheren Temperaturen gepreßt werden – dadurch erhöht sich dann die Ölausbeute.

Die Naturkost-Hersteller haben sich deshalb auf den Begriff nativ geeinigt. Er steht für

  • Sortenreinheit
  • erste Pressung
  • nicht extrahiert, nicht raffiniert
  • keine Nachbehandlung außer Filtern
  • Transparenz beim Warenfluß.

Achtung: Nicht alle nativen Öle dürfen zum Braten und Backen eingesetzt werden. Geeignet sind ungehärtetes Kokosfett, Olivenöl, Rapsöl und Sesamöl. Bei anderen liegt der Rauchpunkt niedriger – es besteht die Gefahr der Bildung von krebserregenden freien Radikalen und dem giftigen chemischen Stoff Acrolein.