Förderpreis Öko-Landbau 2010 verliehen

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat den bundesweiten 2010 verliehen und das zehnjährige Jubiläum dieses Preises im Rahmen einer Festveranstaltung auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin gewürdigt. “Auch die Jubiläumspreisträger zeigen die hohe Innovationskraft, die der ökologische Landbau zu bieten hat, wenn persönliches und unternehmerisches Engagement, Mut und Kreativität zusammentreffen”, betonte Ministerin Aigner. Seit 2001 werden mit dem Ökologischer Landbau jährlich drei ökologisch wirtschaftende Betriebe ausgezeichnet, denen es in besonderem Maße gelungen ist, erfolgreiche Unternehmen aufzubauen und damit positiv in der Region und in der Gesellschaft zu wirken. Gewonnen haben der Obsthof Augustin aus Jork/Niedersachsen, der Verein Bunde Wischen e.V. aus Schleswig in Schleswig-Holstein und die Baumschule Pflanzlust aus Wolfhagen-Nothfelden in Hessen. Erster Preis: Obsthof Augustin Der Obsthof Augustin aus Jork/Niedersachsen überzeugt mit einem regenerativen Energiekonzept, dessen erfolgreiche Umsetzung dem Betrieb eine völlige Unabhängigkeit von Erdgas und eine deutlich verbesserte Klimabilanz garantiert. Auch im Arten- und Biotopschutz leistet der Obsthof Augustin vorbildliches. Eindrucksvoll zeigt er, wie wirtschaftliche Ziele mit denen des Naturschutzes verbunden werden können. Die herausragenden Leistungen des Betriebes wurden mit einem ersten Preis gewürdigt. Zweiter Preis: Verein Bunde Wischen e.V. Einen der beiden zweiten Preise erhielten der Verein Bunde Wischen e.V. aus Schleswig in Schleswig-Holstein. Dem Verein ist es gelungen, Landschaften durch “Bunte Wiesen” mit vielen wilden und seltenen Orchideen zu bereichern – und das durch landwirtschaftliche Nutzung. Eine ganzjährige, extensive Rinderbeweidung bietet dabei nicht nur Vorteile für den Natur- und Wasserschutz. Erzeugt werden besonders hochwertige Fleischqualitäten, die sich hochpreisig vermarkten lassen und so den betriebswirtschaftlichen Erfolg absichern. Dieses Konzept des wirtschaftlich tragfähigen Naturschutzes ist Beispiel gebend für Landwirtschaftsbetriebe auf sensiblen Grünlandstandorten. Zweiter Preis: Baumschule Pflanzlust Ebenfalls den zweiten Preis erhielt die Baumschule Pflanzlust aus Wolfhagen-Nothfelden in Hessen. Sie bietet ein in Deutschland nahezu einmaliges Arten- und Sortenspektrum in Bioqualität. Das gilt insbesondere für alte Obstsorten, die für den Hausgarten oder auch für den Streuobstanbau auf Obstwiesen besonders gefragt sind. Aber nicht nur alte Obstsorten verdanken ihr Überleben dem Engagement des Betriebes. In Zusammenarbeit mit der Universität Kassel werden auch Samen von besonders markanten Altbäumen, zum Beispiel einer als Naturdenkmal geschützten uralten Gerichtseiche, gewonnen und in der Baumschule kultiviert. Die „jungen Riesen“ finden Abnehmer bei Kommunen des Landkreises Kassel und helfen mit, notwendige Ausgleichsmaßnahmen standortgerecht umzusetzen und historische Landschaftsbilder zu erhalten. Mehr zum Thema

  • Mehr zu den Preisträgern 2010 findet man hier.

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