Gen-Pflanzen helfen dem Klima nicht

Gentechnisch manipulierte Pflanzen tragen nicht zum Klimaschutz bei. Sie können sogar den Ausstoß an Kohlendioxid erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Report der Umweltorganisation Friends of Earth (FoE). Auch andere Versprechen, mit denen die -Konzerne ihre Saatgut verkaufen, würden nicht erfüllt, sagt FoE. Der Report geht detailliert auf wiederkehrende Behauptungen von -Lobbyisten ein, etwa auf die, dass durch den Einsatz von Gen-Pflanzen weniger Pestizide eingesetzt und dadurch Energie gespart würde. FoE stellt dem zahlreiche Studien entgegen, die belegen, dass Genpflanzen den Pestizidverbrauch nicht verringern, sondern langfristig ansteigen lassen, weil sich resistente Unkräuter bilden. Entsprechend mehr Energie wird verbraucht. Die vielfach versprochenen trockenresistenten Pflanzen, die auch noch auf ausgemergelten Böden üppige Ernten liefern, „seien weit entfernt von einem kommerziellen Anbau“, schreibt FoE. Um eine gegen Dürre tolerante Pflanze zu züchten, seien wesentliche Änderungen des Stoffwechsels nötig. Auch Pflanzen, die besonders viel Biomasse für die Biotreibstoffherstellung produzieren sollen, seien noch lange nicht auf dem Markt. Einen erheblichen Beitrag zum Treibhauseffekt leisten Gen-Pflanzen in Argentinien und Brasilien, wo sich die Sojabohnen-Monokulturen immer weitern in den Regenwald hineinfressen. FoE-Koordiniator Martin Drago kommentierte: “Gen-Pflanzen werden als eine Lösung im Kampf gegen den Klimawandel propagiert. Doch in der Realität löschen sie Wälder aus, zerstören die Lebensgrundlage von Kleinbauernund und führen zu mehr schädlichen Emissionen.“ Mehr zum Thema

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