Sarah Wiener Stiftung jetzt auch in KiTas

Mit gesunder Ernährung kann man gar nicht früh genug beginnen. Die Stiftung führt jetzt erstmals Kochkurse auch für die Kleinsten in Kindertagesstätten durch. Damit hat die Stiftung ihren Wirkungskreis erheblich erweitert und wird 2010 zusätzlich zu ihrem Programm an zurzeit knapp 200 Schulen auch Kinder im Alter bis zu sechs Jahren erreichen. In Zusammenarbeit mit dem Familienministerium (BMFSFJ) startet die Stiftung das Pilotprojekt mit bundesweiter Ausdehnung, um schon in der frühkindlichen Entwicklung das Wissen und die Freude an gesunder Ernährung fest zu verankern. Denn je früher im Leben gesundes Essen zur Selbstverständlichkeit wird, umso nachhaltiger sind die Langzeitwirkungen. Das Pilotprojekt startet an etwa 80 KiTas in den Städten Berlin, Bremen, Dortmund, Frankfurt am Main, Halle, Hamburg, Heidelberg, Lübeck, Trier und evtl. Rostock. Bereits seit Oktober 2009 laufen spezielle Weiterbildungslehrgänge, in denen ErzieherInnen vor Ort auf die neuen Aufgaben vorbereitet werden; damit ist die Grundlage gelegt für einen zügigen und qualifizierten Start der Kinder-Kochkurse Anfang 2010. Die Stiftung hat das bisher vor allem in Schulen vermittelte Koch-Modulsystem an die speziellen Anforderungen der kleinen „Köche“ angepasst. Die Kurszeiten werden von den Einrichtungen auf ihre Bedürfnisse und die Fähigkeiten der Kleinen zugeschnitten, einfachere Rezepte stehen im Vordergrund, und die Kursdauer wurde aufgrund des niedrigen Alters der Kinder reduziert. Außerdem werden die KiTas ermutigt, die Eltern über Präsentations- und Informationsveranstaltungen (Elternabend) oder spezielle Familien-Kochveranstaltungen mit einzubinden, auch um Essgewohnheiten zuhause positiv zu beeinflussen. Alle nötigen Materialien dafür erhalten die teilnehmenden KiTas von der Stiftung. Vorbehaltlich der Finanzierung können sie, wie die -Partnerschulen auch, an Exkursionen zu nahe gelegenen Bio-Bauernhöfen teilnehmen. So bekommen die Kinder oft zum ersten Mal einen lebendigen Eindruck davon, wo unsere Lebensmittel herkommen. “Unser Anliegen ist es“, so Stiftungsgründerin , “gesundheitlichen Fehlentwicklungen und einem gestörten Essverhältnis von klein an vorzubauen. Aber darüber hinaus geht es noch um weit mehr: es geht darum, die praktische Kompetenz, das Wissen, soziales Miteinander sowie die Selbstbestimmung und das Selbstbewusstsein von Kindern zu fördern!“ Dies geschieht gemeinsam mit fachkundigen Pädagogen unter Führung der Stiftung. Die Stiftung und ihr Engagement Als Verfechterin gesunder Esskultur engagiert sich Sarah Wiener gemeinsam mit Freunden und Gleichgesinnten für eine vitale und vollwertige Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Besonders Schulen in sozialen „Brennpunkten“ und KiTas profitieren von dem sozialen Engagement vieler Spender, Unterstützer und ehrenamtlicher Helfer. „Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“, so das Motto der Stiftung. Im November 2007 wurde die gemeinnützige Stiftung auf Sarah Wieners Initiative gegründet. Zu den Mitgründern zählen u. a. Dr. Alfred Biolek, der traditionsreichste Bio-Anbauverband Demeter und die Sarah Wiener GmbH. Ziel ist es, der Fehl- und Schmalspurernährung bei Kindern und Jugendlichen wirksam zu begegnen und dabei zugleich soziale, kommunikative sowie feinmotorische Fähigkeiten zu entwickeln. Dabei verfolgt die Stiftung vor allem eigene Projekte und Initiativen an Schulen und Jugendeinrichtungen. Durch kostenfreie Weiterbildungen für bis heute 400 Erzieher und Lehrer wird seit März 2008 kontinuierlich ein deutschlandweites Netz von Botschafterinnen und Botschaftern in den Einrichtungen aufgebaut. Anliegen ist es, das Wissen um gesunde Ernährung zu multiplizieren und an die Kinder über langfristig angelegte Kochkurse und Bauernhoffahrten weiterzugeben. Bis Januar 2010 hat die Sarah Wiener Stiftung in mehr als 200 Schulen, KiTas und Jugendeinrichtungen ihr Weiterbildungsprogramm gestartet und seitdem kontinuierlich Kochkurse über ihre Botschafter durchgeführt. Damit wurden bisher etwa 3.500 Kinder in 26 Städten erreicht – und die Zahl steigt weiter. Die Arbeit der Sarah Wiener Stiftung wird unter anderem durch zwei Bundesministerien gefördert: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Fahrten zu Bio-Bauernhöfen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Bundesweite Weiterbildung von KiTas „Gleichgültigkeit, Unwissen und Verantwortungslosigkeit haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass Abertausende junger Menschen kein oder ein gestörtes Verhältnis zum Essen haben“, beklagt Sarah Wiener. „Industriell stark verarbeitete Lebensmittel, Fettes und Süßes im Übermaß sowie Nahrung voll chemischer Zusatzstoffe – diese ebenso achtlosen wie ungesunden Essgewohnheiten gilt es zu stoppen. Denn jedes Kind, egal welcher sozialen Herkunft oder Nationalität, hat ein Recht darauf, gesund ins Leben zu starten. Wir sind als Gesellschaft verpflichtet, ihm diese Chance zu geben! Zugleich geben wir mit einer bewussten Ernährung auch der Natur und den Nutztieren unseren Respekt zurück.“ Darum engagiert sich die Stiftung dafür, dass Kinder die reiche Welt von frischen Lebensmitteln und Vitaminen entdecken und lernen, ihre Essgewohnheiten nachhaltig umzustellen. Spaß gehört dazu, wenn in den Kochschulen geschnippelt, gehackt, gekocht und abgeschmeckt wird. Die Arbeit der Stiftung basiert auf ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen und Grundlagen des Agrar-Informationsdienstes aid, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sowie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE). Mehr zum Thema

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