BASF will Zulassung für neue Gen-Kartoffeln

Nachdem die EU-Kommission den kommerziellen Anbau der -Knolle erlaubt hat, will der Chemie-Konzern für zwei weitere genmanipulierte Kartoffelsorten die Zulassung beantragen. Darunter ist auch eine für Chips und Fritten. Derweil stößt weiterhin auf große Ablehnung. Unmittelbar bevor steht nach Pressemeldungen der Antrag für eine - Nachfolgerin durch die BASF. Dafür wurde eine andere Kartoffelsorte auf die gleiche Art und Weise gentechnisch verändert. Zum Jahresende soll dann ein Antrag für eine BASF-Kartoffel namens Fortuna folgen. Sie soll der industriellen Produktion von Lebensmitteln wie Pommes frites oder Chips dienen und wurde gentechnisch mit einer Resistenz gegen eine Pilzerkrankung ausgestattet. Die zugelassen Gen-Knolle soll in diesem Jahr auf 20 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern und auf 80 Hektar in Schweden zur Saatgutvermehrung angebaut werden. In Tschechien ist ein Anbau auf 150 Hektar mit einem nicht genannten Industriepartner geplant. Derweil hat die Emsland Stärke GmbH, der größte Kartoffelstärke-Produzent Deutschlands und der zweitgrößte weltweit, erklärt, er wolle von einem Anbau von absehen. Henk Jaap Meijer, Laborleiter des Unternehmens, sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Die ursprüngliche Planung war, im Fall einer Zulassung durch die EU-Kommission den Anbau der zu starten.“ Doch in der Zwischenzeit habe sich die Meinung geändert. Meijer: „Wir sehen zurzeit keine Möglichkeit, anzupflanzen. Die Konsequenzen wären zu groß.“ Das Risiko, Geschäftspartner zu verlieren sei zu hoch, „weil es Kunden gibt, die für Grüne nicht offen sind“. Mecklenburg-Vormonnerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus forderte die Bundesregierung auf, zu prüfen, ob Deutschland eventuell von der Schutzklausel Gebrauch machen kann, um den Anbau von Amflorafür Deutschland zunächst auszuschließen. Auch Grüne und Linke forderten ein nationale Anbauverbot. Laut Greenpeace haben Italien, Ungarn, Österreich, Luxemburg und Griechenland bereits angekündigt, den Anbau der Gen-Kartoffel in ihren Ländern verbieten zu wollen Mehr zum Thema

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