Bulgarien verhindert Gentech-Anbau

Das bulgarische Parlament hat fast einstimmig ein Gesetz verschärft, das den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen für kommerzielle und wissenschaftliche Zwecke regelt. Künftig ist der Anbau von -Pflanzen in einem Radius von 30 Kilometern zu Schutzgebieten, zehn Kilometern zu Bienenfarmen und sieben Kilometern zu biologischen Landwirtschaftsbetrieben verboten. Diese Abstandsregelung macht den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen für Landwirte praktisch unmöglich, kommt also einem Anbau-Verbot gleich. Ursprünglich plante die bürgerlich-konservative Regierung eine Aufweichung des Gentechnikgesetzes, verbunden mit einem fünfjährigen Anbau-Moratorium. Gegen diese Pläne machten zahlreiche Umwelt- und Bioverbände mobil. Zudem ergab eine Umfrage, dass sich 97 Prozent der Bürger ein gentechnikfreies wünschen. Darauf hin entschloss sich die Regierungskoalition, das bestehende Gesetz zu verschärfen. „Damit ist der Gentechnikanbau in praktisch unmöglich”, freut sich Svetla Nikolova vom bulgarischen Bioverband Agrolink im taz-Blog von Save our Seeds. Verstöße gegen das neue Gesetz hat das Parlament mit einer Strafandrohung von einer halben Million Euro versehen. Verschärft wurden auch die Kennzeichnungsvorschriften. Mehr zum Thema

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