Zu Ostern Eier aus artgerechter Tierhaltung

Alle Jahre wieder: Zu steigt die Nachfrage nach Eiern sprunghaft an; meist kann dieser Mehrbedarf nur durch zusätzliche Lieferungen aus dem Ausland gedeckt werden – und das bedeutet fast immer Eier aus Käfighaltung. Doch wie gehen Verbraucher sicher, am Ostersonntag tatsächlich Eier von glücklichen Hühnern auf dem Frühstückstisch zu haben? Die Stempelkennzeichnung mit der Anfangsziffer auf jedem Ei ist eine erste Orientierung (0= Bio-Ei, 1= Bodenhaltung, 2= Freilandhaltung, 3= Käfighaltung). Wer jedoch die weitestgehenden Maßstäbe in punkto artgerechter Tierhaltung haben möchte, geht in den Bio-Fachhandel. Hierauf macht der BNN Herstellung und Handel jetzt im Rahmen der Kampagne „Bio kann mehr!“ aufmerksam. So finden Kunden im Bio-Fachhandel vor allem Hühnereier, die von regionalen Lieferanten und aus bäuerlichen Familienbetrieben mit tierfreundlichen Haltungskonzepten stammen. Die Hühner erhalten Bio-Futter, werden also gentechnikfrei ernährt. Legehennen auf Biohöfen haben Sitzstangen und Sandbäder und auf den Freilaufflächen schützen Bäume und Sträucher vor Sonne und Fressfeinden. Die Krallenpflege durch Scharren ist ebenso gewährleistet wie eine stressfreie Eiablage. Auch die Fläche, die jedem Tier zur Verfügung steht, ist mindestens doppelt so groß wie bei der herkömmlichen Haltung. Aus ökonomischen Gründen ist es zwar nicht immer möglich, in einer Bilderbuch-Idylle mit wenigen Hühnern zu wirtschaften, doch Biobauern tun ihr Bestes für das Wohlergehen der Tiere. Ein Beispiel, wie die Naturkostbranche artgerechte Tierhaltung, Umweltschutz, Hygiene und letztlich auch Wirtschaftlichkeit verbindet, ist das „Hühnermobil“. Diese variabel einsetzbaren Hühnerställe befinden sich immer nur so lange an einem Ort, wie es dem Boden und damit auch den Hühnern gut tut. Wenn nach mehreren Wochen auf dem Grasboden Anzeichen der Verschlammung auftauchen, zieht der Bauer das Hühnerheim auf Rädern einfach mit dem Traktor bis zur nächsten geeigneten Fläche. So bleibt die Grasnarbe im Auslauf erhalten und der Boden kann sich erholen. Über ökologische und ethische Kriterien hinaus ist auch der Verbraucher Nutznießer dieser Hühnerhaltung: Die Eier zeichnen sich dank frischen Grasfutters durch einen nussig angenehmen Geschmack aus. Immer mehr Biobetriebe, wie auch der Bauckhof in der Lüneburger Heide, setzen dieses neue Stallkonzept um und beliefern den Bio-Fachhandel mit Eiern von glücklichen Hühnern. Mehr zum Thema

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