Dioxin in Hühnerfutter

Die Kontamination von Bio-Futtermitteln mit hat einen größeren Umfang als bisher angenommen. Insgesamt umfasste die verunreinigte Charge des Bio-Maises aus der Ukraine 2.500 Tonnen. Davon gingen 600 Tonnen an den niederländischen Futtermittelkonzern ForFarmers. 1.900 Tonnen kauften andere Futtermittelhersteller, darunter auch das niederländische Unternehmen Reudink. Dieses beliefert auch Naturland-, Bioland-, Biokreis- und Gäa-Betriebe. Großhandel und Direktvermarkter halten die Auslieferung der Eier zurück bis nächste Woche genaue Messwerte vorliegen, teilte Naturland-Pressesprecher Carsten Veller mit.

Nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurde der Mais in neun Bundesländer geliefert. Die für die Futtermittelkontrolle zuständigen Behörden in Niedersachsen (LAVES) und Nordrhein-Westfalen (LANUV) haben aufgrund ihrer Kontrollen die von Reudink belieferte Legehennen-Betriebe vorläufig gesperrt. Aus anderen Bundesländern liegen noch keine Meldungen vor.

Naturland teilte mit, dass zwölf Naturland-Eiererzeuger das belastete Futter von Reudink erhalten haben. Davon seien sechs (in NRW und Niedersachsen) von den Behörden vorläufig gesperrt worden. Bioland-Betriebe sind nach Auskunft des Verbandes aufgrund der strengeren Regeln für die Verarbeitung von Futtermitteln nicht betroffen.

Verbandskontrollen bei Reudink hätten ergeben, dass der belastete Mais nicht für Bioland-Futter verwendet wurde. Bei Biokreis und Gäa war kurzfristig niemand erreichbar.

Ob sich bei den jetzt zusätzlich gesperrten Betrieben die Dioxin-Verunreinigung im Mais auch zu Rückständen in den Eiern geführt hat, war am Freitagabend noch offen. Klären will man bei Naturland möglichst schnell, wie man mit ausgelieferten Eiern der zwölf Naturland-Betriebe verfahren will. Die Dioxinbelastung hat ein breites Medienecho gefunden. Auch Jost Maurin von der taz hat sich des Themas angenommen.

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3 Gedanken zu „Dioxin in Hühnerfutter“

  1. Ich versuche verzweifelt irgendwo zu finden wie viel Dioxin nun letztendlich gefunden wurde und find da keine Daten.
    Es ist ja nun nicht der erste Dioxin “Skandal”, vor kurzem war ja auch schon ein Fund und ich frage mich eben was dies aussagt. Dixin ist eigentlich ein “Naturprodukt” das auch bei Verbrennung von Holz oder Stroh entsteht und dadurch eigentlich überall in den Böden vorhanden ist. So weit ich weiss entsteht dadurch sogar die absurde Situation, dass Freilandhühner dadurch mehr Dixin aufnehmen als “kunstgefütterte Stallhühner” und dieses Dioxin dann in den Eieren weitergegeben wird.
    Und daher hätte iche eben wirklich gerne gewusst wie viel Dioxin nun wirklich gefunden wurde und wie weit dies von den Grenzwerten entfernt war.

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