Mehr als 13.000 Luftballons warnen vor AKWs

Mehr als 300 Atomkraftgegner haben am Samstag vor dem Atomkraftwerk bei Hamburg ein 25 Meter breites Radioaktivitätszeichen aus gut 13.000 Luftballons gebildet. Anschließend wurden die schwarz-gelben Ballons in einem Massenstart fliegen gelassen. Sie sollten zeigen, wohin es eine radioaktive Wolke wehen würde, wenn es in zu einem Reaktor-Unfall oder Terroranschlag käme. Jeder der Ballons wurde von jeweils einem Bürger im Internet gestartet. Heute jährt sich der Transformator-Brand in zum dritten Mal.

Mit der Aktion demonstrierte das Kampagnennetzwerk gegen die Pläne der Bundesregierung, den Atomausstieg aufzukündigen und die Laufzeiten für Atomkraftwerke zu verlängern. “Atomkraftwerke sind tödliche Nachbarn, von denen tagtäglich ein Risiko ausgeht, das mit jedem Betriebsjahr steigt. Längere Laufzeiten sind daher völlig unverantwortlich”, sagte -Geschäftsführer Christoph Bautz. “Ein Weiterbetrieb des Pannenreaktors in Krümmel würde die Menschen in Norddeutschland einem tödlichen Risiko aussetzen, während
Vattenfall millionenschwere Zusatzprofite einstreicht.”

Am 28. Juni 2007 kam es in Krümmel zu einem Transformator-Brand, der zu einer Schnellabschaltung des Reaktors führte. “Krümmel war in den letzten Jahren ständig abgeschaltet, ohne dass irgendwo die Lichter ausgingen. Es ist unverantwortlich, dass Vattenfall den Pannenreaktor wieder ans Netz gehen lassen will und damit die Bevölkerung einem völlig unnötigen Risiko aussetzt”, sagte Bautz.

An jedem in Krümmel gestarteten Ballon hängt eine Postkarte, auf der die Finder des Ballons gebeten werden, den Fundort mitzuteilen. Die am 12. Juni bei einer ersten Aktion an den beiden Atomreaktoren im hessischen Biblis gestarteten Luftballons flogen bis nach Brandenburg ( http://www.campact.de/atom2/ballonaktion/fundorte ).

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