US-Gericht verbietet Gentech-Zuckerrübe

Der Anbau von gentechnisch manipulierten in den ist vorerst verboten, da es für die Zulassung der Pflanzen keine ausreichende Umweltprüfung gibt. In diesem Jahr angebaute Rüben dürfen noch geerntet und verarbeitet werden. Dies entschied ein US-Bundesgericht. Es beendete damit einen seit letztem Jahr andauernden Rechtsstreit zwischen Umweltorganisationen und dem US-Landwirtschaftsministerium. Bereits im Herbst 2009 hatte US-Bundesrichter Jeffrey S. Wright festgestellt, dass die US-Regierung es versäumt habe, die Umweltrisiken gentechnisch manipulierter Zuckerrüben vor der Zulassung 2005 zu überprüfen. Das manipulierte Erbgut könne auf andere Zuckerrüben und verwandte Pflanzen auskreuzen. Zudem sei die Wahlfreiheit der Bauern, die gentechnikfrei arbeiten wollen und der Verbraucher, die gentechnikfreie Lebensmittel wollen, nicht gewährleistet. Ein kurzfristiges Verbot des Anbaus für das Jahr 2010 lehnte der Richter im März dieses Jahres ab, weil es wirtschaftlich unverhältnismäßig sei. Die von Monsanto und dem deutschen Saatgutkonzern KWS gezüchtete Gen-Rübe kam 2007 in den auf den Markt und wächst dort auf 95 Prozent der Rüben-Äcker. Während die 2010-er Ernte an -Rüben noch eingebracht und verarbeitet werden darf, bleibt der Anbau in den folgenden Jahren verboten. Und zwar so lange, bis das US-Landwirtschaftsministerium eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgelegt und auf deren Basis eine neue Zulassung für die Gentech-Rüben erteilt hat. Dies dürfte mindestens zwei Jahre dauern. Die vom Center for Food Safety angeführte Koalition von Bio- und Umweltverbänden feierte den Richterspruch als „großen Sieg für Bauern, Verbraucher und Gesetz“. Ihr Sprecher Andrew Kimbrell sagte, er hoffe, dass das Landwirtschaftsministerium daraus lerne “dass es den Auftrag hat, Bauern, Verbraucher und Umwelt zu verteidigen und nicht die Interessen von Konzernen wie Monsanto.“ In Deutschland freute sich die Initiative „Witzenhäuser AgrarStudierende, Landwirte und Gärtner für eine gentechnikfreie Landwirtschaft“, die seit Jahren das -Engagement der KWS thematisiert. Deren Sprecher Benjamin Volz wies darauf hin, dass die KWS in der Nähe ihres Firmensitzes in Einbeck ein Versuchsfeld für die Gentech-Rüben betreibe und deren Zulassung in der EU erreichen wolle. Angesichts der Rechtsprechung in den sei man sehr optimistisch, dass der umstrittene Anbau europaweit verhindert werden könne. Mehr zum Thema

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