Bio wird immer besser

Rund 900 Proben von -Lebensmitteln haben die baden-württembergischen Untersuchungsämter 2009 analysiert. Nur ein Prozent aller Proben musste die Behörde beanstanden. Das ist die niedrigste Quote seit das Bundesland 2002 mit seinem Öko-Monitoring begonnen hat. „Die Lebensmittelchemiker des Landes haben festgestellt, dass Produkte mit Öko-Siegel mit Blick auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln praktisch einwandfrei sind“, sagte der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Rudolf Köberle bei der Präsentation des Öko-Monitorings 2009. Im Vergleich zu den Vorjahren habe die Beanstandungsquote weiter abgenommen. Gleichzeitig hätten sich die Untersuchungsmethoden weiter verbessert. Konventionelle Ware enthält fast 200-mal mehr Von den 433 Proben pflanzlicher Lebensmittel waren in über 70 Prozent keine Pestizidrückstände nachweisbar. Ansonsten handelte es sich meist um Rückstände einzelner Wirkstoffe im Spurenbereich unter 0,01 Milligramm je Kilogramm (mg/kg). Konventionelle Proben enthielten im Schnitt fast 200-mal so viele Rückstände. Nur in drei Fällen beanstandete die Behörde das beprobte Lebensmittel, weil aufgrund der hohen Rückstände der Verdacht bestand, dass es sich um konventionelle Ware handelte. Betroffen waren ein Eisbergsalat aus Spanien, ein Blumenkohl aus Italien sowie Goji-Beeren unbekannter Herkunft. Hinzu kam Kerbel aus Israel, der zu viele Rückstände eines im Ökolandbau erlaubten Spritzmittels enthielt. „Öko-Ware aus Ländern wie Italien, der Türkei oder Marokko, welche in den letzten Jahren aufgrund von Beanstandungen immer wieder im Fokus standen, zeigt einen erfreulich positiven Trend“, heißt es im Bericht. Immer noch nicht zufriedenstellend sei die Situation bei Zuchtchampignons. Alle sechs Proben wiesen Rückstände der Wachstumsregulatoren Chlormequat oder Mepiquat auf. Sie werden durch den Einsatz konventionellen Getreidestrohs eingetragen. Weniger Gentechnik-Verunreinigungen Das Fazit des Berichts in Sachen Gentechnik: „Weiterhin sehr selten sind positive Befunde bei der Untersuchung von Bio-Lebensmitteln auf gentechnische Veränderungen. Lediglich bei Soja-Produkten waren Spuren der zugelassenen gentechnisch veränderten Sojabohne Roundup Ready in sehr geringen Mengen unter 0,05 Prozent nachweisbar. Verglichen mit konventioneller Ware waren jedoch sowohl der Anteil positiver Proben als auch der Grad der ‚Verunreinigung’ geringer.“ In 11 Prozent der Bio-Proben fanden sich Gensoja-Spuren. Bei konventionellen Produkten waren es 38 Prozent. Beim unerwünschten Gehalt von Alkaloiden aus Mutterkorn schnitten Bio-Brote besser ab als konventionelle. „Ungefähr jede vierte Brotprobe aus kontrolliert ökologischen Produktion war mit Mutterkornalkaloiden belastet, bei konventionellen Produkten waren dies 6 von 10 Proben.“ Bei Furan im Kaffee und Acrylamid in Keksen fanden die Untersuchungsämter keine signifikanten Unterschiede zwischen Bio-Produkten und konventionellen. Erstmals Naturkosmetika untersucht Erstmals hatten die baden-württembergischen Labore gezielt Naturkosmetika auf Konservierungsmittel und mikrobielle Belastung untersucht. Das Ergebnis war rundum positiv: „Insgesamt ist das Ergebnis der Überprüfung der 61 Naturkosmetikprodukte von 31 verschiedenen Herstellern sehr erfreulich. Bis auf eine Augencreme, die wegen überhöhter Keimgehalte beanstandet werden musste, gelang es den Naturkosmetikfirmen ganz offensichtlich, durch gezielte Rohstoffauswahl, eine gute Verarbeitungshygiene und den geschickten Einsatz von natürlichen Substanzen mit antimikrobieller Wirkung einwandfreie Produkte herzustellen.“ Mehr zum Thema

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