EU: Ablehnung von Genfood nimmt zu

Bei den Bürger der EU wächst die ohnehin große Ablehnung von Agro- weiter an. Das ergab eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission. Im Fazit heißt es, „dass die Europäer keinen Nutzen in gentechnisch modifizierten Lebensmitteln sehen, gentechnisch modifizierte Lebensmittel für gesundheitsbedenklich oder gar gesundheitsgefährdend halten und die Entwicklung gentechnisch modifizierter Lebensmittel nicht befürworten. Auch hätten die Befragten starke Vorbehalte gegen das Klonen von Tieren zur Lebensmittelherstellung. Gegenüber der letzten Befragung 2005 sank der Anteil der Befragten, die Gentech-Lebensmitteln ganz oder überwiegend zustimmten, EU-weit und vier Prozentpunkte auf 23 Prozent. Die größte Zustimmung für Genfood gab es in Großbritannien (44 Prozent), Tschechien (41) und der Slowakei. In Deutschland lag die Zustimmung bei 22 Prozent. Noch schlechter schnitt Genfood in Frankreich (16) und Griechenlands (10 Prozent) ab. Von den befragten Deutschen stimmten 16 Prozent der Aussage zu „Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind für künftige Generationen unbedenklich“. 72 Prozent lehnten sie ab. Noch stärker war die Ablehnung, als nach Lebensmitteln von geklonten Tieren gefragt wurde. Bei der Frage, ob gentechnisch veränderte Lebensmittel gesundheitlich unbedenklich sind, nickten nur 17 Prozent der Deutschen mit dem Kopf. Bedenken hatten 74 Prozent. Fast ebenso viele lehnten eine Förderung gentechnisch veränderter Lebensmittel ab. Die Eurobarometer-Umfrage fragte auch Einstellungen zur Synthetische Biologie, zur Stammzellenforschung, zu Biokraftstoffen und Nanotechnologie ab.

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