Wegen Ökolandbau an Abgeordnete schreiben!

In der kommenden Woche wird der Bundestag den Haushalt 2011 beraten. Einige Vertreter  der Koalition versuchen, die Ausweitung des () auf „andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft“ durchzusetzen. „Es ist richtig“, so der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V., „dieses Vorhaben als Attacke gegen den Ökolandbau und das erfolgreiche Bundesprogramm zu werten. Dies umso mehr, als gleichzeitig ein Forschungsprogramm Bio-Ökonomie beschlossen werden wird.“ Im Rahmen dieses Programms wird  bspw. erforscht werden, wie unter Einsatz von Agrogentechnik die Biomasse für industrielle Zwecke optimiert werden kann. Stellt man dem Umfang des mit seinen 16 Mio. Euro die 2,4 Mrd. Euro für das Bio-Ökonomieprogramm gegenüber und malt sich die Folgen der Ausweitung des kleinen Programms auf eine größere Empfängergruppe aus, tritt die Bevorzugung der industriellen Agrarwirtschaft deutlich hervor. Die Bundesverbände Naturkost Naturwaren, der Verband Naturkost Südbayern, der Verband der Bio-Supermärkte und der Ökomarkt Hamburg haben kurz entschlossen die Bundestagsabgeordneten in einem gemeinsamen Brief mit Hintergrundinformationen versorgt und um eine eigenständige Urteilsbildung mit entsprechender Konsequenz gebeten. Die Initiatoren bitten jedermann auf, aktiv zu werden und beispielsweise persönlich an den Abgeordneten seines Wahlkreises zu schreiben. Anregungen für mögliche Argumente stehen am Ende dieser Meldung. Für ebenfalls unterstützenswert hält der BNN den offenen Brief von Markus Rippin (AgroMilagro research) mit einer Anfrage an Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, der im Internet auf einer Seite der Ministerin http://direktzu.de/aigner/messages/29209zu lesen ist . “Wenn der Appell an die Ministerin mindestens 600 Unterzeichner bekommt, beantwortet Frau Aigner den Brief persönlich”, so Markus Rippin. Daher seine Bitte den Appell mitzutragen. (Ideensammlung für ein Anschreiben an die Bundestagsabgeordneten im eigenen Wahlkreis; bitte individuell verändern) Frau/ Herr Strasse PLZ Stadt Betreff: Haushaltsberatung Sehr geehrte Frau/ Sehr geehrter Herr, (Kurze Selbstvorstellung z.B.:) Meine Familie verwendet seit … Jahren Öko-Lebensmittel… Mir sind Bio-Lebensmittel sehr wichtig, weil… (Sachbeschreibung bitte sinngemäß übernehmen:) Der Bundeshaushalt 2011 steht kurz vor seiner Verabschiedung. Daher möchte ich Sie bitten, sich persönlich mit der geplanten Änderung des Bundesprogramms Ökolandbau und der Art der Entscheidungsfindung zu befassen. Die Mehrheit der Menschen in unserem Land befürwortet eine Stärkung der ökologischen Landwirtschaft und wünscht sichere und bezahlbare Öko-Lebensmittel. Damit diesem Wunsch entsprochen werden kann, müssen Produktionsprozesse effizienter gestaltet, Innovationspotentiale der Wertschöpfungsketten erschlossen, Informationsbedürfnisse der Kunden erfüllt und künftige Fachkräfte ausgebildet werden. Wie ich persönlich erfahren konnte, bietet das Bundesprogramm Ökologischer Landbau dafür eine wichtige, grundlegende Unterstützung. (Abschlusssatz:) Für Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung. Mit freundlichem Gruß

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