Gentechnik-Widerstand geht 2011 weiter

Unter dem Motto „Gentechnikfrei – wir bleiben dran!“ trafen sich vergangenes Wochenende rund 100 -Kritiker in Leipzig zur bundesweiten Tagung der gentechnikfreien Regionen und Aktiven. Sie nutzten die zwei Tage für einen intensiven Austausch, eine bessere Vernetzung und Strategieplanungen für 2011. Erstes großes Vorhaben 2011 ist die Großdemonstration „Wir haben es satt! Nein zu , zu Tierfabriken und zu Dumpingexporten – Ja zu einer bäuerlich ökologischen Landwirtschaft weltweit“. Sie findet am 22. Januar in Berlin statt, parallel zur dortigen Grünen Woche. Im nächsten Jahr stehen zahlreiche wichtige Entscheidungen zur Agro- an, wie die von Monsanto beantragte EU-weite Neuzulassung der in Deutschland verbotenen -Maissorte MON810 oder die von der Bundesregierung angekündigte Novellierung des Gentechnikgesetzes. Die EU-Kommission will die Nulltoleranzregelung für Futtermittel und Saatgut kippen. Das gefährdet die Versorgung mit GVO-freiem Saatgut. Die Anti-Gentechnikbewegung will in breiten Bündnissen und auf allen politischen Ebenen von der Kommune bis nach Brüssel Druck auf die verantwortlichen Politiker ausüben, um diese Pläne zu verhindern. In Deutschland will sie zudem ein Anbauverbot für die gentechnisch veränderte Kartoffel Amflora erreichen. In dieser Woche hat das Mecklenburgische Landwirtschaftsministerium die bisher sichergestellte Amflora-Ernte freigegeben. Der Konzern BASF verfügt damit über 120 Tonnen Gen-Knollen, die er im kommenden Jahr als Saatgut ausbringen kann. Mehr zum Thema

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