Weihnachtsessen ohne Hummer oder Erdbeeren

Täglich werden mehr als 140 Tonnen Lebensmittel mit dem Flugzeug nach Deutschland transportiert. Darüber, welche Lebensmittel per Flieger transportiert werden, erfährt der Verbraucher in der Regel nichts. Daher fordert die Verbraucherzentrale: Flugware sollte gekennzeichnet werden, damit Verbraucher klimaschonend einkaufen können. Lebensmittelexpertin Brigitte Ahrens: „Ein weihnachtliches Festmahl schmeckt auch ohne Hummer aus Kanada oder Erdbeeren aus Afrika“. Sie empfiehlt stattdessen regionale und saisonale Lebensmittel. Eine im Auftrag der Verbraucherzentralen erstellte Studie gibt jetzt wichtige Aufschlüsse über die Lebensmittel, die mit hoher Wahrscheinlichkeit geflogen werden. Typische Luftfrachtgüter sind frische und leicht verderbliche Lebensmittel. An erster Stelle der Flugimporte steht frischer Fisch aus Afrika, gefolgt von Gemüse wie z. B. Spargel aus Peru oder Bohnen aus Kenia und exotische Obstsorten wie Guaven, Mangos oder Ananas aus Afrika, aber auch die frischen ägyptischen Erdbeeren zur Winterzeit. Der Anteil der Flugware am Lebensmittelangebot liegt insgesamt zwar nur unter einem Prozent, die durch Luftfracht verursachten CO2-Emissionen machen jedoch ca. 10 bis 16 Prozent aller durch Lebensmitteltransporte entstandenen Treibhausgase aus. So entstehen pro Kilogramm Lebensmittel bei einem Flugtransport bis zu 220-mal mehr klimaschädliche Emissionen als bei einem Schiffstransport. Das Faltblatt „Klimaschutz schmeckt“ mit dem Einleger “ schonen – Flugware kennzeichnen“ gibt es in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Niedersachsen kostenlos zum Abholen.

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