Bundesrat spricht sich für gentechnikfreies Saatgut aus

Im Bundesrat ist ein Antrag gescheitert, der zur Aufweichung der Nulltoleranz von Gentechnikkonstrukten im Saatgut hätte führen sollen. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), begrüßte die Entscheidung: „Die Reinheit des Saatguts hat höchste Bedeutung für die Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft. Ganz besonders gilt das für uns Biobauern und Hersteller Ökologischer Lebensmittel. Denn sie stehen den Verbrauchern gegenüber im Wort, alles zu tun, um von Lebensmitteln und aus der landwirtschaftlichen Erzeugung fernzuhalten. Es ist erfreulich, dass der Bundesrat mit seiner Entscheidung hier ein deutliches Zeichen gesetzt hat. Die Proteste von Landwirten und Bürgern haben Wirkung gezeigt.“ Nach dem Bekanntwerden des nun abgelehnten Antrags vor etwa zwei Wochen hatte es in etlichen Bundesländern Proteste gegeben. Löwenstein forderte die Bundesregierung auf, sich in Brüssel für den Fortbestand der Nulltoleranz beim Saatgut einzusetzen. Auch müsse sichergestellt werden, dass die Verursacher der unerwünschten Kontaminationen zur Verantwortung gezogen werden können. Im Zweifelsfalle soll der Inhaber des Gentechnikkonstrukts als Verursacher gelten. Mehr zum Thema

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