Umweltinstitut München beantwortet Fragen zum Atomunfall

In welchen Einheiten wird radioaktive Strahlung gemessen und wie sind die Mess-Ergebnisse zu bewerten?, Macht es Sinn, einen Geigerzähler zu kaufen?, Ist die Einnahme von Jod-Tabletten bei uns nach der Atom-Katastrophe in nötig und sinnvoll? Diese und viele weitere Fragen gingen im Laufe der Woche beim Umweltinstitut München ein. Antworten gibt das Institut unter http://umweltinstitut.org/fragen–antworten/allgemeines/fragen-zum-gau-in-japan-850.html. Auf die Frage „In welchen Einheiten wird radioaktive Strahlung gemessen und wie sind die Mess-Ergebnisse zu bewerten?“ antwortet das Institut: Die natürliche Umgebungsradioaktivität wird als Gammadosisleistung angegeben. Im Großraum München werden dabei etwa 0,1 Sv/h (Mikrosievert pro Stunde) gemessen. Im Mittel beträgt die Jahresdosis durch natürliche Radioaktivität in Deutschland etwa 1 mSv (Millisievert), dazu kommt noch einmal etwa 1 mSv durch Radon in Wohnräumen. Die deutsche Strahlenschutzverordnung begrenzt die zusätzliche Belastung durch Radioaktivität, die der Bevölkerung zugemutet werden darf, auf eine Jahresdosis von ebenfalls 1 mSv. Bei den havarierten Atomreaktoren in Japan wurden bis zu 1000 mSv/h gemessen. Das ist das 10.000.000-fache der Umgebungsstrahlung im Raum München. Strahlenschäden, die nach hohen Dosen auftreten können, werden folgendermaßen eingeteilt:

  • Bis zu 250 mSv treten Spätfolgen wie Krebs und Leukämie häufiger auf.
  • Ab 250 mSv ist zusätzlich mit einer Schädigung des Erbguts, Missbildungen, Gehirnschäden sowie Sterilität bei den Nachkommen zu rechnen.
  • Ab 1 Sv spricht man von der letalen Dosis. Es treten Symptome der akuten Strahlenkrankheit auf, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarausfall, Blutungen.

Je höher die Dosis, desto wahrscheinlicher sind Verbrennungen durch Strahlung und umso schneller folgt der Tod. 1 Sv = 1000 mSv (Millisievert) 1 mSv = 1000 Sv (Mikrosievert) 1 Sv = 1000 nSv (Nanosievert) Das Umweltinstitut München gründete sich 1986, unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem Ernährung, Radioaktivität, Gentechnik, Mobilfunk sowie Energie und Klima. Der Umweltschutzverein führt Radioaktivitätsmessungen von Lebensmitteln durch und veröffentlicht monatlich Radioaktivitätsmesswerte der Münchner Außenluft. (Quelle: www.umweltinstitut.org)

3 Gedanken zu „Umweltinstitut München beantwortet Fragen zum Atomunfall“

  1. Warum spricht man über die Kosten der Erforschung der notwendigen erneuerbaren Energien, wenn doch schon die Lagerung für den Atommüll (auf 1 Mill. Jahre angesetzt!!!), gar nicht zu sprechen von Atom-Unfällen, viele viele Mrd. kostet? –
    Die Atom-Betreiber sind in meinen Augen Psychopathen, die mammonabhängig, also nicht mehr normal sind.
    Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit sind wir auch dran, von den derzeitigen Schrecknissen der Japaner gar nicht zu reden? Wer sieht denn, wie sehr sie leiden? Doch nicht die Betreiber! Psychopathen müssen gestoppt werden!
    Wird unsere Regierung von der Atom-Maffia erpreßt?
    Ich bin alt und habe Angst um unsere Kinder und
    Enkel

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