Atombrief an Bundeskanzlerin: Online-Aktion von Greenpeace

Die Umweltorganisation hat auf ihre aktuelle Energiewende-Kampagne hingewiesen. Die Katastrophe in Fukushima zeige, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist. Viele Menschen seien noch über Generationen hinaus von der Verstrahlung betroffen. Die schlimmen Auswirkungen des Klimawandels, angeheizt auch durch deutsche Kohlekraftwerke, seien ebenfalls längst bekannt, so . Unicef stelle fest, dass jährlich nun schon mehr als 100 Millionen Kinder weltweit direkt unter den Folgen von Klimakatastrophen litten. Deshalb fordert :

  • die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke, den Pannenreaktor Krümmel und Neckarwestheim 2 sofort, sowie die übrigen bis spätestens 2015 für immer abzuschalten.
  • bis 2040 schrittweise aus der klimaschädlichen Nutzung von Kohle auszusteigen, moderne Gaskraftwerke als Brückentechnologie zu nutzen und bis zum Jahr 2050 die deutsche Stromversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien wie Sonne, Wind und Co. umzustellen.
  • sich in der EU dafür stark zu machen, dass die CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden.

Anfang Juni will die Bundesregierung über ein neues Energiekonzept für Deutschland beraten. Dann entscheidet sich, ob Deutschland endlich den Ausstieg aus der Atomkraft schafft und die Energieerzeugung in Zukunft umweltfreundlich sein wird. Man kann auch noch mehr tun; zum Beispiel Unterschriften sammeln. Greenpeace braucht jede Unterstützung, um den Fahrplan für die Energiewende durchzusetzen! Die gesammelten Unterschriften werden direkt an Bundeskanzlerin Merkel öffentlich übergeben– noch vor Verabschiedung des neuen Energiekonzepts der Bundesregierung. Greenpeace weiter: “Wenn wir es in Deutschland in einem breiten gesellschaftlichem Kontext schaffen, eine Energiewende hinzubekommen, kann weltweit kein Land behaupten, dass man klimaschädliche Kohle und Öl nicht einschränken und auf die gefährliche Atomkraft nicht verzichten kann.” Bis zum 17. Juni 2011 versucht Greenpeace, möglichst viele Menschen zu erreichen, die die oben genannten Forderungen mittragen wollen. Einen gut verständlichen Überblick zur Machbarkeit der Energiewende findet man hier. Energiewende für Deutschland bis 2050: Man muss es nur wollen. Jetzt!

3 Gedanken zu „Atombrief an Bundeskanzlerin: Online-Aktion von Greenpeace“

  1. Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

    große Hoffnungen habe ich einmal auf Sie gesetzt.
    Die Geschichte wird einmal über Ihre Regierungszeit
    berichten. Dann können Sie nicht mehr sagen, daß die Wirtschaft stärker war als Sie. Ihre Taten werden für oder gegen Sie sprechen.
    Wie kann es sein, daß wir unseren Nachkommen diesen fürchterlichen Atommüll hlinterlassen, mit dem wir selber nicht fertig werden?
    Ich bitte Sie von ganzem Herzen: Entscheiden Sie nach Ihrem Gewissen – noch könnte uns dies helfen.
    Mit freundlichen Grüßen Gertraud Rudolph

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