EHEC-Ursachen aufklären anstatt zu spekulieren

In der aktuellen Situation der -Erkrankungen sind weder Spekulationen, noch Schuldzuweisungen oder frühzeitige Entwarnungen hilfreich“, erklärte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), „denn die durch verursachte Krankheitswelle hält an. Zwar kennt man jetzt den Erreger, aber die Quelle und der Kontaminationsweg sind weiterhin unbekannt.“ Laut Holger Rohde, Mikrobiologe des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, sei noch nicht einmal klar, ob der Erreger in einem Tier, im Menschen, einer Pfütze, einer Kläranlage oder an irgendeiner anderen Stelle entstanden ist. Spanische Gemüseerzeuger und -exporteure haben am Freitag in Hamburg auf die enormen wirtschaftlichen Verluste hingewiesen, die ihnen durch die Verzehrswarnungen der deutschen Behörden entstanden seien. Ihre deutschen Kollegen im BÖLW erklären sich solidarisch mit ihnen, weil auch viele von ihnen ebenso wie die konventionellen Gemüsebauern hart von den Verkaufseinbrüchen bei Gemüse betroffen sind. Ihre größte Sorge gilt jedoch weiterhin den Menschen, deren Gesundheit von den Infektionen mit dem Erreger bedroht ist. Löwenstein verwies auf die durchweg objektive und sachgerechte Berichterstattung sowohl der Medien als auch der Behörden. „Umso ärgerlicher ist es, wenn einzelne Stimmen das Produktionssystem des ökologischen Landbaus und das aktuelle Infektionsgeschehen in Zusammenhang zu bringen versuchen“ sagte Löwenstein, „denn was derzeit mit Sicherheit gesagt werden kann, ist, dass die Kontamination von Lebensmitteln mit -Erregern kein spezifisches Bio-Problem ist. In keinem der Fälle seit Entdeckung des Erregers in den Neunziger Jahren bestand ein Zusammenhang zu einer bestimmten landwirtschaftlichen Produktionsweise. Soweit die Ursachen gefunden wurden, handelte es sich um ungenügende Beachtung von Hygieneregeln bei der Erzeugung oder Verarbeitung von Lebensmitteln – was sowohl im konventionellen wie im biologischen System der Fall sein kann“, so Löwenstein weiter. Löwenstein fordert die Behörden auf, weiterhin mit allem Nachdruck nach der Ursache der Infektionen zu suchen, um so die Gesundheitsgefährdung und die Verunsicherung der Bevölkerung schnellst möglich zu beenden. „Auch die Betriebe der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft werden sich mit allen ihren Möglichkeiten daran beteiligen. So lassen bereits viele Gemüsebauern Proben ihrer Erzeugnisse untersuchen.“ Dabei sind noch in keinem Fall Kontaminationen aufgetaucht. Mehr zum Thema

Ein Gedanke zu „EHEC-Ursachen aufklären anstatt zu spekulieren“

  1. Da ich im Norden Deutschlands lebe und dort die Anzahl der Angesteckten und Toten an dem aktuellen EHEC Virus sehr schnell ansteigt, mache ich mir immer mehr Sorgen. Ich versuche mich vor den gefährlichen Krankheitserregern zu schützen, indem ich mir oft die Hände säubere und kein rohes Gemüse mehr speiße. Aber ich frage mich, ob das überhaupt ausreicht. Denn ich habe vor kurzem auf http://www.medrecinst.com erfahren, dass man es noch nicht erforscht hat, woher die EHEC Viren kommen und wie sie sich vermehren. Außerdem habe ich Internetseite gelesen, dass das Gemüse von Spanien doch nicht schuld an dem Virus sind. Ich würde mich freuen, wenn mir noch einer weitere Ratschläge geben könnte, wie man sich vor EHEC schützen kann.

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