Warnung vor Bränden in Atomanlagen

Nachdem es am Wochenende einen Schwelbrand im Atommüll-Lager (Niedersachsen) gegeben hat, warnt der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) vor der generellen Gefahr schwerwiegender Brände in Atomkraftwerken, Uranfabriken und Atommüll-Lagern.

Dabei kritisiert der BBU erneut, dass weiterhin Atomkraftwerke und andere Atomanlagen im Betrieb sind, die ständig Atommül produzieren, für den es keine sichere Lagerungsmöglichkeit gibt. Der BBU fordert die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen und auch das Exportverbot für Atommüll. Konkret wird vom BBU kritisiert, dass Uranmüll aus der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage mit Sonderzügen nach Frankreich zur Weiterverarbeitung transportiert wird: “Das dabei transportierte Uranhexafluorid ist hochgefährlich und wird ohne Vorwarnung vom Münsterland durch das Ruhrgebiet und das Rheinland bis nach Frankreich gebracht”, betont BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Der BBU weist darauf hin, dass trotz der so genannten politischen Sommerpause der Widerstand gegen die Nutzung der Atomenergie weitergeführt wird. Dabei ruft der BBU auch zum Stromwechsel auf, um Strom von einem Anbieter zu beziehen, der garantiert keine Geschäfte mit Unternehmen der Atomindustrie macht.

Der BBU kooperiert dabei mit den Elektrizitätswerken Schönau (EWS), die den Strom nur von solchen Produzenten beziehen, die nachweisbar nicht mit der Atomindustrie verflochten sind. Nur so kann sicher gestellt werden, dass das Geld der StromkundInnen nicht über Umwege wieder den Atomstromunternehmen zufließt. Nähere Information zur BBU-Stromwechselkampagne gibt es auf der Internetseite des BBU unter www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032.

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