Erfolgreiche Demo Wir haben es satt 2012

23.000 Menschen sind Ende Januar für einen Systemwechsel in der Agrarpolitik auf die Straße gegangen. Von der Veganerin bis zum Schweinehalter waren alle mit dabei. Die Veranstalter waren begeistert und bedankten sich: „Auf der „Grünen Woche” in Berlin werden unsere Themen diskutiert, und die Bundesregierung verwendet unsere Worte. Wir haben es geschafft, eine Bewegung für eine bessere Landwirtschaft zu werden.“

Vom Erfolg ermutigt soll es nun 2012 noch mehr „Meine Landwirtschaft-Aktionen“ geben; allerdings ist bei der Januar-Aktion ein finanzielles Defizit von 10.000 Euro entstanden, das nun mit Spenden gedeckt werden soll.

Im Frühjahr 2012 planen die Organisatoren, die „Wir haben es satt“-Skulptur des Bauern und Künstlers Stephan Kreppold in Berlin an der Friedrichstraße mit einem Festakt einzuweihen. Danach soll es einen Marsch für eine bessere Agrarpolitik nach Brüssel geben.

Im Herbst sind weitere Aktionen geplant: Jeder deutsche EU-Abgeordnete soll in – oder zumindest vor – seinem Abgeordneten-Büro besucht werden. Dort werden die Aktivisten die Forderungen für eine Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik untermauern. Außerdem laden auch in diesem Jahr wieder viele Bauernhöfe zum Bauern-Bürger-Dialog „Bauer hält Hof” ein. Dort können sich Interessierte vor Ort über die Zukunft unserer Landwirtschaft und unseres Essens informieren und gemeinsam diskutieren. Das Naturkostmagazin Schrot&Korn ist Medienpartner der Initiative „“.

Online-Aktion von Campact

Parallel zu den Aktionen von „Meine Landwirtschaft“ hat das Online-Netzwerk Campact eine Unterschriften-Aktion gegen den Bau von Megaställen gestartet. Zehntausende Schweine und Hühner werden in ihnen auf engstem Raum gequält. Bisher sind den Gemeinden vor Ort die Hände gebunden: Das derzeitige Baurecht bietet keine Ansatzpunkte, Massentierhaltung zu verbieten. Das will Bauminister Peter Ramsauer jetzt per Gesetz ändern.

Künftig sollen gewerbliche Ställe oberhalb einer bestimmten Tierzahl nur noch über Bebauungspläne der Gemeinden genehmigt werden können. Damit läge es in deren Hand, geplante Agrarfabriken zu verhindern.

Doch Landwirtschaftsministerin Aigner blockiert die Initiative und scheut den Konflikt mit der Agrarlobby. Mit seiner Online-Unterschrift kann man helfen, ein Gesetz durchzusetzen, mit dem sich Bürger effektiv gegen geplante Tierfabriken wehren können. Campact ruft auf: „Unterzeichnen Sie unseren Appell!“

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Ein Gedanke zu „Erfolgreiche Demo Wir haben es satt 2012“

  1. Klasse Aktion. Kann gar nicht genug aufmerksam gemacht werden. Leider zeigen unsere Medien so selten im Vofeld etwas über solche Aktionen, denn sonst würden noch viel mehr Menschen mitmachen.

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