Petitionen gegen Nahrungsmittel-Spekulation und Phosphatdünger

Grundsätzlich lohnt es immer, im Internet nach Petitionen zu suchen, die man unterstützen sollte. Auf zwei Anliegen sind wir gestoßen, denen wir zu größerer Bekanntheit verhelfen und die wir unseren Lesern ans Herz legen möchten: Eine Gruppe von Aktivisten aus dem Occupy-Bereich möchte die Spekulation mit Nahrungsmitteln gesetzlich verbieten lassen; eine Ärztin setzt sich dafür ein, bei der landwirtschaftlichen Bodennutzung künftig mineralischen Phosphordünger bzw. durch Humusdüngung zu ersetzen.

Gegen die Spekulation mit Lebensmitteln

Am 6. März hat eine Gruppe von Aktivisten aus dem Occupy-Bereich eine Petition an den Deutschen Bundestag auf den Weg gebracht. Darin fordern sie:

„Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Spekulation mit Nahrungsmitteln gesetzlich zu verbieten. Ausgenommen seien Termingeschäfte, die reale Erzeuger und reale Abnehmer der gehandelten Nahrungsmittel unmittelbar abschließen.“

Ziel der Gruppe aus dem Occupy-Bereich ist es, das noch immer aktuelle Thema der Spekulation mit Lebensmitteln aufzugreifen und voran zu treiben.

Die Online-Petition kann bis zum 5. Juni online unterstützt werden. Die Homepage der Organisatoren heißt http://www.occupy-occupy.de.

Gegen Phosphor-, für Humusdüngung

schädigt die Nieren, ist krebserregend und beeinträchtigt unser Immunsystem. Das kann zu schweren Infektionen, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen. verursacht Probleme am Herzen wie Vorhofflimmern, Herzschwäche und Herzinfarkt und schädigt das Erbgut. Das Alarmierende: Hobbygärtner haben – meist ohne es zu wissen – mit zu tun, denn steckt im Dünger, den viele im Garten verstreuen. Außerdem steckt oft auch giftiges Cadmium in vergleichsweise geringen Mengen im Dünger. Der Norddeutsche Rundfunk hat schon im vergangenen Jahr darüber berichtet.

Vor dem Hintergrund dieses Problems hat die Ärztin Dr. med. Renate Peßner eine Petition an den Bundestag gerichtet. Sie lautet:

„Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die Ausbringung von mineralischem und Klärschlamm durch Humusdüngung zu ersetzen.

Superphosphat enthält als α-Strahler bis 200 mg radioaktives Uran pro kg. Die chemische und radiologische Toxizität können sich gegenseitig verstärken, besonders bei niedrigen Urankonzentrationen (Prof. Schott). Außerdem ist es teratogen und kanzerogen, genau wie Cadmium, deshalb kann es keinen Grenzwert (wie 50 mg für Cd im Phosphatdünger seit 2004) geben,nur 0 ist sicher.”

Die Petition – sie kann bis 17. April unterstützt werden – und eine ausführliche Begründung findet sich auf https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=23437.

Ein Gedanke zu „Petitionen gegen Nahrungsmittel-Spekulation und Phosphatdünger“

  1. Progoellheim ist gegen das Spekulieren mit Nahrungsmitteln!
    Ebenso gehört das
    „Vergärung von Lebensmitteln vom Acker“ zur Energiegewinnung verboten!

    Hierzu folgende Ausführungen:

    Der Raiffeisenverband kritisierte Ende Juni 2012 den zunehmenden Maisanbau für die „Bio“gasproduktion in Deutschland. Dies verringere das übrige Getreideangebot allein in diesem Jahr um rund 4 Millionen Tonnen, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Henning Ehlers. Nach der aktuellen Schätzung erwartet der DRV eine Getreideernte ohne Mais von 41,5 Millionen Tonnen. Damit werde der durchschnittliche Bedarf von 41,8 Millionen Tonnen nicht gedeckt. Ehlers beklagte eine „politisch geförderte Verknappung des Getreideangebots”, die durch mehr Importe von Getreideersatz wie Soja kompensiert werden müsse. Die Folgen seien steigende Futterkosten und damit eine geringere Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft, so der DRV-Geschäftsführer.
    Die entscheidenden Folgen, welche Herr Ehlers nicht anspricht sind steigende Kosten für Grundnahrungsmittel – nicht nur in Deutschland, sondern vor allem in den Entwicklungsländern (= weltweit steigender Hunger!)
    Nach unserer Auffassung ist ethisch nicht zu vertreten, Lebensmittel (sogenannte NawaRo = nachwachsende Rohstoffe) in “Bio“gasanlagen zur Energiegewinnung zu Vergären. Dabei ist nach Expertenmeinung hinlänglich bekannt, dass solche “Bio“gasanlagen keinen Beitrag zur Energiewende leisten (siehe Stellungnahme des wissenschaftlichen Beirats des Bundesministeriums für Landwirtschaft!!, WWF Studie: Bio Energie im großen Sti(e)l 2011, NABU Gutachten Schleswig-Holstein 2011 u.s.f) , diese Anlagen umweltschädlich sind und zudem lediglich eine Renditemaschinerie ist (auf Kosten des Steuerzahlers), welche zur Verteuerung von Lebensmitteln beiträgt und somit dem Hunger in den Entwicklungsländern weltweit Vorschub leistet!
    Progoellheim protestiert gegen eine solche Energiepolitik! http://www.progoellheim.eu

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