Bio- und Fair-Trade-Siegel die bekanntesten Gütezeichen

Beim Einkauf von Lebensmitteln achten zwei Drittel der Europäer auf Gütezeichen. Besonders bekannt ist das -Trade-Logo und das EU--Siegel.

Das hat das aktuelle Eurobarometer gezeigt. Für die Umfrage wurden über 26.000 EU-Bürger ab 15 Jahren aus allen Mitgliedstaaten unter anderem zu ihrer Einstellung gegenüber der Nahrungsmittelqualität interviewt. Beim Lebensmitteleinkauf hat die Qualität der Produkte für 96 Prozent der Befragten die größte Bedeutung, gefolgt vom Preis mit 91 Prozent und der Herkunft mit 71 Prozent. Die Marke hingegen ist nur für jeden Zweiten der ausschlaggebende Faktor.

Obwohl so viele Befragte im Supermarkt auf Gütesiegel achten, berücksichtigen aber nur 22 Prozent diese Information bei jedem Einkauf. Für jüngere Konsumenten haben Gütekennzeichen in der Regel eine geringere Bedeutung. Das Fair-Trade-Logo für sozialen und fairen Handel ist 36 Prozent der Europäer bekannt, in Deutschland sind es sogar 57 Prozent. Das EU-Bio-Siegel kennt bereits jeder vierte Verbraucher in der EU und jeder Dritte in Deutschland, obwohl es erst vor zwei Jahren eingeführt worden ist. Weitere EU-Gütezeichen sind nur wenigen Konsumenten in Europa ein Begriff.
Dazu gehört das Logo „garantiert traditionelle Spezialität“ (g.g.A., 15 %).

Lebensmittel mit diesem Siegel zeichnen sich durch eine traditionelle Zusammensetzung oder ein traditionelles Herstellungsverfahren aus, wie es etwa beim Mozzarella der Fall ist. Das Logo „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (g.U., 14 %) gewährleistet, dass ein Lebensmittel innerhalb eines bestimmten Gebiets nach einem anerkannten Verfahren erzeugt, verarbeitet und hergestellt wurde – wie zum Beispiel der Allgäuer Emmentaler. Bei der „geschützten geografischen Angabe“ (g.t.S., 14 %) reicht es aus, wenn ein Verarbeitungsschritt in der genannten Region erfolgt. Ein Beispiel ist Lübecker Marzipan. Knapp 30 Prozent der Deutschen kennen keines dieser drei Gütesiegel.

Neben diesen vertrauenswürdigen Gütekennzeichen finden Verbraucher im Supermarkt aber auch eine Vielzahl weiterer Siegel, erklärt Harald Seitz vom aid infodienst: „Oft sind sie mehr Schein als Sein und bestätigen lediglich, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.“ „Lassen Sie sich nicht von jedem bunten Siegel verführen“, rät Seitz. Im Zweifelsfall sei es besser, beim Verkaufspersonal nachzufragen oder sich im Internet zu informieren. (Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de)

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