Gen-Kartoffeln kommen nicht in die Tüte

Seit dem Rückzug der Plant Science aus Europa Anfang 2012 und dem Ende der umstrittenen Gen-Kartoffel Amflora wird in Deutschland keine genmanipulierte Pflanze mehr kommerziell angebaut. Wenn da nicht noch die Freisetzungen zur Erforschung neuer Gen-Pflanzen wären.

Alle Jahre wieder, so drückt es das Umweltinstitut München aus – pünktlich zur Weihnachtszeit – bescheren uns aber das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und einer der Agrogentech-Konzerne ein besonderes Geschenk: eine neue Gentech-Freisetzung.

Das Umweltinstitut: „Der Zeitraum kurz vor den Weihnachtsfeiertagen scheint absichtlich gewählt zu sein. Auf diese Weise wird nicht nur die Information der Öffentlichkeit, sondern auch eine umfassende Antragsprüfung und die Möglichkeit zur Einwendung behindert. Na, vielen Dank… Diesmal hat die BASF Plant Science eine neue Freisetzung von genmanipulierten Kartoffeln beantragt. Darunter ist auch die Gen-Kartoffel Fortuna, die speziell für die Verarbeitung zu Pommes Frites und Chips vorgesehen ist. Doch nach wie vor gibt es in Deutschland und Europa keinen Bedarf für die genmanipulierte Stärke- oder gar Speisekartoffeln. Weder die Stärkeindustrie noch Lebensmittelhersteller wollen verarbeiten. Vor allem die VerbraucherInnen sind nicht bereit, gentechnisch manipulierte Produkte in ihrem Essen zu akzeptieren.“

Das Umweltinstitut München hat dazu Hintergrundinfos zusammengestellt, ruft zu breitem Protest gegen den Anbau von Gen-Kartoffeln auf und startet deshalb die Aktion „Gen-Kartoffeln kommen uns nicht in die Tüte!“. Eine Mustereinwendung zum Unterschreiben hat das Umweltinstitut vorbereitet. Einwenden kann jeder und jede, ein Wohnsitz in Limburgerhof ist keine Voraussetzung. Die Einwendung muss bis spätestens 11. Februar 2013 beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingehen.

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