Demos zwei Jahre nach Fukushima

Am 11. März jährt sich zum zweiten Mal die Dreifach-Katastrophe von mit dem Erdbeben, dem Tsunami und dem dadurch ausgelösten Super-GAU.

Am Samstag, 9.März wird es in Düsseldorf eine von vielen Demonstrationen geben. Veranstalter ist „Ethecon, Stiftung Ethik&Ökonomie“. Düsseldorf ist das europäische Geschäftszentrum von Japan. In Düsseldorf wohnen viele Japaner. Zusammen mit einigen engagierten japanischen Aktivisten, die sich zu “Sayonara Genpatsu” (frei übersetzt “ Nein danke!”) zusammengeschlossen haben, organisiert Ethecon in Düsseldorf die Demonstration – erstmals durch die Düsseldorfer Innenstadt. Die Demo beginnt um 12.00 Uhr auf dem Burgplatz. Die Organisatoren hoffen auf rege Teilnahme, um zu zeigen und daran zu erinnern, dass auch zwei Jahre nach dem Super-GAU die Katastrophe noch nicht vorbei ist. Immerhin ist die Kernschmelze in Fukushima noch immer in Gang. Bundesweit sind verschiedene Aktionen geplant, so auch bei der Uranfabrik in Gronau.

Viele weitere Aktionen

Für Samstag sind vier weitere große zentrale Protestaktionen geplant, vorbereitet von unzähligen örtlichen Initiativen und großen Umweltverbänden. Am Montag, dem eigentlichen Jahrestag, finden bundesweit in 168 Städten Mahnwachen statt.

Zu den zentralen Protesten am Samstag werden am bayerischen Atomkraftwerk Gundremmingen, dem baden-württembergischen AKW Neckarwestheim und an der Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) Tausende Demonstrantinnen und Demonstranten erwartet. Die mit Abstand größte Aktion gibt es aber rund um das niedersächsische Atomkraftwerk Grohnde: In einem Radius von 40 bis 60 Kilometern rund um das AKW wird auf einer Strecke von insgesamt 350 Kilometern eine Aktions- und Menschenkette stattfinden. An fast 200 Sammelpunkten wird es ab 12.05 Uhr Aktionen geben. In den größeren Städten entstehen Menschenketten. Um 14 Uhr gibt es Abschlusskundgebungen in Hannover, Hildesheim, Göttingen, Detmold, Minden und Stadthagen.

Aus 71 Städten fahren Busse zu den vier Großaktionen. Aus 46 weiteren Städten machen sich die Menschen gemeinsam mit dem Zug auf den Weg.

Zu den Protesten erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: “„In Deutschland sind weiterhin neun Atomkraftwerke in Betrieb. Die meisten davon sollen noch bis 2022 am Netz bleiben, obwohl sie immer älter und störanfälliger werden und für die Stromversorgung nicht mehr nötig sind. Nach neuesten Umfragen ist die Mehrheit der Bevölkerung trotz Strompreis-Debatte nicht bereit, das Risiko eines schweren Atom-Unfalls noch so lange zu tragen. Deshalb gehen wir erneut auf die Straße und fordern die Stilllegung der AKW – und zwar jetzt und nicht erst in neun Jahren. Wenn Angela Merkel wirklich etwas aus Fukushima gelernt haben will, dann darf sie nicht bei einem halben Atomausstieg stehen bleiben.“”

Mehr zum Thema

  • Weitere Informationen zu den Protesten am 9. März stehen hier
  • Eine Karte mit allen für den 11. März geplanten Mahnwachen findet Sie hier.

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