Warnung vor Bio-Pesto

Die Stiftung Warentest hat vor einem Bio- aus der Schweiz gewarnt, das den potentiell krebserregenden Stoff Anthrachinon enthält. Bei den Tests für das Augustheft der Stiftung habe das Labor 0,79 mg/kg der Substanz in dem festgestellt. Das Produkt sei nicht verkehrsfähig, meldete die Stiftung. Sie habe aus vorsorgendem Gesundheitsschutz unverzüglich den Anbieter in der Schweiz und die zuständige Lebensmittelaufsichtsbehörde in Deutschland über den Befund informiert. Die Firma habe sofort reagiert und die betroffene Pesto-Charge vom deutschen und österreichischen Markt zurückgerufen. Als Verkaufsstellen nennt die Webseite von Filialen aller großen Fachhandelsfilialisten, einzelne Bioläden sowie Karstadt Perfetto und einige Feinkostgeschäfte

Die Ppura GmbH sind Maurizio Floccari und Cemal Cattaneo, die Nudeln, Pestos und Olivenöl „von kleinen Familienbetrieben“ in Bio-Qualität anbieten. Laut Stiftung Warentest haben sie mitgeteilt, dass es sich beim belasteten Pesto von Basilico Genovese D.O.P. um die letzte Produktion des alten Herstellers gehandelt habe. Seit März 2013 produziere ein neuer Hersteller ein Nachfolgeprodukt namens Pesto alla Genovese – ricetta originale. Inzwischen würden sämtliche Pestos aus dem Ppura-Sortiment auch regelmäßig auf Pestizide untersucht, zuvor sei das nur stichprobenweise geschehen.

Anthrachinon dient als Grundstoff für die Farbstoffproduktion und wird bei der Herstellung von Zellstoff verwendet. Als Pestizid ist es nicht zugelassen, weswegen für Lebensmittel ein Grenzwert von 0,01 mg/kg gelte, schreibt die Stiftung. Im Tierversuch erwies sich die Substanz als krebserregend. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat deshalb seine Empfehlung für Anthrachinon in der Zellstoffherstellung zurückgenommen. Die Stiftung Warentest hält es für unwahrscheinlich, dass kontaminiertes Papier zu der Belastung geführt hat.

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