FDP und DBV fordern Abschaffung des Ökolandbaus

Wenige Tage vor der Bundestagswahl schlägt sich der Deutsche (DBV) auf die Seite der . Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft () kritisiert die Forderung von DBV und FDP scharf, das Ziel, den auf 20 Prozent der Agrarflächen auszudehnen, aus der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu streichen.

„Der Ökolandbau ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Wer Abstriche an diesem Ziel möchte, bereitet damit einer Agrarpolitik das Feld, deren Motto ‘Weiter so’ lautet. Genau das aber können wir uns angesichts der massiven Probleme, die durch die industrielle Landwirtschaft verursacht werden, nicht mehr leisten“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, die Vorschläge von FDP und Bauernverband wenige Tage vor der Bundestagswahl, das 20 Prozent-Ökolandbauziel aus der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie streichen zu wollen.

„Der BÖLW fordert schon lange, aus dem Nachhaltigkeitsindikator eine konkrete politische Zielsetzung zu machen. 20 Prozent Ökolandbau müssen spätestens im Jahr 2020 erreicht sein“, so Löwenstein. „Es verwundert nicht, dass die Forderung von DBV-Vize-Generalsekretär Udo Hemmerling auf einem Forum der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) vorgetragen wurden.“ Dieser Zusammenschluss der Agrarindustrie mit Bauernverband und DLG könne mit dem Nachhaltigkeitsindikator Ökolandbau nichts anfangen. Die Begründung liegt für den BÖLW-Vorsitzenden auf der Hand: „Jeder zusätzliche Hektar Ökolandbau bedeutet einen Umsatzrückgang für die Agrarchemie.“

Einen beliebig dehnbaren Begriff wie „Öko-Effizienz“ zum Maßstab dafür zu machen, ob sich die Landwirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit entwickle, sei jedoch Irreführung. „Der Ökolandbau ist zum Indikator für Nachhaltigkeit bestimmt worden, weil eine zunehmende Zahl wissenschaftlicher Studien belegt, dass in Bezug auf Ressourcenverbrauch, Beitrag zum Klimawandel oder Entwicklung der Ökologischen Vielfalt der Ökolandbau das erfolgreichere Produktionssystem ist. Das reicht bis hin zur höheren Durchlässigkeit ökologisch bewirtschafteter – und damit lebendigerer – Böden, wodurch ein Beitrag zum Hochwasserschutz geleistet wird“, hebt Löwenstein hervor. Im Gegensatz zu dem vom DBV vorgeschlagenen Begriff sei der Ökolandbau ein detailgenau definiertes, europarechtlich abgesichertes System, dessen Umsetzung staatlich kontrolliert werde. Auch sei es das einzige Produktionssystem, an dessen Umsetzung sich der Verbraucher beteilige. Millionen Bio-Kunden in der EU unterstützten es täglich mit ihrer Kaufentscheidung.

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