Bio-Gemüseanbau im eigenen Beet

Im April können viele Gemüsesorten direkt ins Beet gesät oder als Jungpflanzen gesetzt werden. Wer Mischkulturen anlegt, kann damit gute „Nachbarschaften“ und Eigenschaften der Pflanzen fördern. Sie liefern höhere Erträge und sind weniger anfällig gegen Krankheiten. Das wussten schon unsere Großmütter. Für die Gartensaison hat die e. V. Tipps für einen -Nutzgarten nach Omas Vorbild zusammengestellt.

„Mischkulturen beachten den unterschiedlichen Nährstoffbedarf der Pflanzen, nutzen das Nährstoffangebot des Bodens gut aus und beugen Krankheiten vor“, so Alexandra Borchard-Becker, Fachreferentin bei der Verbraucherinitiative. Zu Beginn des Gartenjahres können unempflindliche Sorten wie Möhren, Radieschen, Rettich, Zuckererbsen, dicke Bohnen oder Zwiebeln im Freiland ausgesät werden. Auch Jungpflanzen vom Kopfsalat, Batavia oder Eichblattsalat sowie junge Kohl-, Mangold- und Lauchpflanzen fühlen sich bereits im April draußen wohl. Die Samen von wärmeliebendem Gemüse wie Tomaten, Zucchini und Gurken können im Topf in die Erde gebracht, im Haus vorgezogen und erst später nach draußen gepflanzt werden.

Die genannten Gemüsesorten fühlen sich in folgenden Mischkulturen wohl:

 

  • •Möhren mit Zwiebeln, Lauch, Erbsen oder Mangold
  • Radieschen und Rettich mit Salaten, Erbsen, Bohnen und Tomaten
  • Erbsen mit Möhren, Kopfsalat und Kohlrabi
  • Bohnen mit Kohlrabi, Rote Bete, Kopfsalat, Gurken
  • Kopfsalat mit Lauch, Möhren, Radieschen, Rote Bete, Tomaten und Knoblauch
  • Zwiebeln mit Kopfsalat, Möhren und Lauch

Vermeiden sollte man dagegen die Kombination von Erbsen mit Bohnen, Lauch und Tomaten. Bohnen und Kohl vertragen sich nicht mit Zwiebeln und Lauch, Gurken mögen keine Tomaten.

Mehr über gute und schlechte Nachbarschaften im Gemüsebeet, über günstige Kombinationen mit Kräutern und Blumen bietet die Verbraucherinitiative in der Broschüre „Wie Oma gärtnern“. Das 24-seitige Heft enthält außerdem Tipps zum Fruchtwechsel, zur traditionellen Düngung und Stärkung sowie zum Gärtnern auf Balkon, Terrasse oder in Gemeinschaftsgärten. Es kann für 4,00 Euro (inkl. Versand) unter www.verbraucher.com bestellt bzw. für 2,50 Euro heruntergeladen werden.

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