Mit der Waschmaschine CO2 und Geld sparen

Wer Waschmittel sparsam verwendet und mit geringerer Temperatur wäscht, entlastet die Umwelt und den Geldbeutel. Das besagt „Der Nachhaltige Warenkorb“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Das Webangebot (www.nachhaltiger-warenkorb.de) informiert, wie sich der Konsumalltag umweltbewusst, fair und nachhaltig gestalten lässt. Es umfasst aktuell 16 Themenbereiche von Lebensmittel über Haushalt und Reisen bis zur nachhaltigen Geldanlage.

Geringere Temperatur für bessere Klimabilanz

Für nachhaltigeres reicht ein Knopfdruck. Schon bei regelmäßig 40 °C statt 60 °C spart ein 2-Personenhaushalt bis zu 33 Kilogramm im Jahr. Eine Vorwäsche ist meist nicht erforderlich. Pro Kopf werden in Deutschland knapp über 9 Tonnen im Jahr erzeugt. Um nachhaltig zu sein, müsste dies auf zwei Tonnen pro Jahr reduziert werden. So ließe sich die globale Klimaerwärmung auf 2 °C begrenzen.
Energie spart auch, wer konsequent die Sparprogramme der Maschine nutzt. Einen Waschgang nur dann starten, wenn die Maschine voll beladen ist. Ausnahme: Feinwäsche oder empfindliche Textilien wie Wolle oder Seide. Wenn möglich, Wäsche an der frischen Luft oder in einem unbeheizten Raum trocknen. Für den Wäschetrockner gilt: Wäsche vorher mit mindestens 1400 Umdrehungen pro Minute schleudern. Das reduziert den Energiebedarf.

Superkompakte Waschmittel und Baukastensysteme mit bester Ökobilanz

Wer auf die Umwelt achtet, sollte beim Waschen auf die Dosierung achten. Zu viel Waschmittel bringt kein besseres Waschergebnis, sondern nur höhere Kosten und Umweltbelastung. Das kann einiges ausmachen: Etwa 640000 Tonnen Waschmittel verbrauchen die Deutschen jedes Jahr. Pro Kopf sind das fast 8 Kilogramm.

Die beste Ökobilanz haben superkompakte Waschmittel im Nachfüllpack und Baukastensysteme. Die superkompakten bieten die gleiche Waschleistung wie Kompaktmittel, sind aber konzentrierter. So lassen sie sich sparsamer dosieren, sie belasten das Abwasser weniger und verursachen weniger Verpackungsabfall. Man erkennt sie im Regal an einer Dosierungsempfehlung pro Waschladung unter 80 Gramm.
Baukastensysteme aus Basiswaschmittel, Bleichmittel und Wasserenthärter lassen sich ganz nach Bedarf kombinieren und dosieren. Flüssigwaschmittel schneiden dagegen schlechter ab. Die Finger lassen sollte man von Waschnüssen. Durch die gestiegene Nachfrage verknappt sich das Angebot in ärmeren Ländern, wo sie traditionell als Waschmittel verwendet werden.

Der Nachhaltige Warenkorb

„Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich“, so lautet die Botschaft des Nachhaltigen Warenkorbs des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Das Angebot zeigt nachhaltige Konsumalternativen auf und liefert Informationen für konkrete Konsumentscheidungen aus 16 Themenbereichen: unter anderem zu Lebensmitteln, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik sowie Bewertungen von Siegeln und Produktkennzeichnungen. Der Warenkorb ist als Broschüre erhältlich und im Internet sowie als kostenlose App für Android, iOS und WindowsPhone.

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