Nürnberger Erklärung für mehr Bio

EU-Agrarkommissar Phil Hogan, das EU-Parlament und der EU-Agrarrat wollen trotz scharfer Kritik an der von der EU-Kommission geplanten Totalrevision der EU-Öko-Verordnung weiter festhalten. Mit dem Kommissions-Entwurf werden die bisher gültigen Regeln für den Öko-Landbau und die -Lebensmittelwirtschaft in grundsätzlich in Frage gestellt.

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Deshalb hat die Bio-Branche jetzt “Nürnberger Erklärung” veröffentlicht. Sie spricht sich gegen die Totalrevision, sondern für mehr Bio in Europa aus. Alle Menschen, die Bio-Produkte herstellen, vertreiben oder sonstwie mit ihnen zu tun haben, sind aufgerufen, die Erklärung zu unterschreiben. Ende Februar sollen die Logos der Unterstützer in Brüssel an die EU-Verantwortlichen übergeben werden.

Schon wieder neue Bio-Regeln geplant

Die EU-Bio-Regeln wurden erst vor wenigen Jahren neu gestaltet. Jetzt sollen sie erneut und ohne Not völlig neu gefasst werden. Das schafft eine komplett neue Rechtslage und führt zu großen Unsicherheiten bei Praktikern und Marktakteuren.

Die neuen Regelungen werden den Öko-Landbau und die Bio-Lebensmittelwirtschaft in ihrer weiteren Entwicklung massiv behindern. Europaweit werden dadurch Wachstum und Beschäftigung im Bio-Bereich gefährdet. Die EU-Kommission stellt selbst fest: Öko-Landbau und Bio-Lebensmittelwirtschaft in Europa würden durch die Totalrevision schrumpfen. Und das, obwohl die Nachfrage nach heimischen Bio-Lebensmitteln steigt und die Ausweitung der Öko-Produktion mehr sauberes Trinkwasser, hohe Artenvielfalt und mehr Beschäftigung im ländlichen Raum schaffen würde.

Die Konsequenzen der geplanten Totalrevision wären fatal: weniger heimische Bio-Produkte für Verbraucher, weniger Arbeitsplätze und weniger Umwelt-, Klima- und Artenschutz in Europa.

Gemeinsam für mehr Bio in Europa

Wir wollen mehr Bio in Europa! Wir lehnen die geplante Totalrevision der EU-Kommission entschieden ab. Es muss verhindert werden, dass die Banner_Nuernberger_erklaerungvorgelegte Totalrevision in Kraft tritt.

Wir fordern die EU-Kommission, das EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten auf, den aktuellen Revisions-Entwurf nicht umzusetzen, sondern das Bio-Recht auf Basis der bestehenden EU-Öko-Verordnung fortzuentwickeln.

Mehr zum Thema

  • www.mehr-bio-in-europa.eu/

 

20 Gedanken zu „Nürnberger Erklärung für mehr Bio“

  1. Für meine Familie und Bekannte ist es oft mühsam, sich die Bio-Lebensmittel zusammen zu suchen. Gerne wären wir bereit auch was mehr Geld dafür auszugeben.

  2. ich fordere die EU-Kommission, das EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten auf, den aktuellen Revisions-Entwurf nicht umzusetzen, sondern das Bio-Recht auf Basis der bestehenden EU-Öko-Verordnung fortzuentwickeln.

  3. Als Erzeuger von ökologischen Grundnahrungsmittel halte ich diese Totalrevision für absurd. Wofür sollen wir alles noch alles zahlen, kontrolliert und bestraft werden wenn wir diejenigen sind, die unsere Umwelt respektieren, schützen und nicht vergewaltigen.
    Wieso sollen wir als Produzenten für die schmutzigen Mittel der Konventionellen, die auf unsere Äcker abtriften, bestraft und zusätzliche Kontrollkosten erdulden!?

  4. Normal die Lebensmittel herstellen muss gefördert werden, nicht der “gedopte” Anbau und chemisch unterstützte Be- und Verarbeitung von den Produkten, welche uns die Natur ermöglicht!

    Mehr BIO ist wichtig – mehr “normal” arbeiten und denken!!
    Danke!
    Schöne Grüße aus Tirol, Andreas Pittl

  5. Wir fordern die EU-Kommission, das EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten auf, den aktuellen Revisions-Entwurf nicht umzusetzen, sondern das Bio-Recht auf Basis der bestehenden EU-Öko-Verordnung fortzuentwickeln.

  6. Wir wollen mehr Bio in Europa! Wir lehnen die geplante Totalrevision der EU-Kommission entschieden ab. Es muss verhindert werden, dass die Totalrevision in Kraft tritt.

    Wir fordern die EU-Kommission, das EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten auf, den aktuellen Revisions-Entwurf nicht umzusetzen, sondern das Bio-Recht auf Basis der bestehenden EU-Öko-Verordnung fortzuentwickeln.

  7. Hoffentlich kein Vorbote wegen ttipp. Kurz mal die eu-ökoverordnung schick gemacht um den Weg frei zu machen. Pfui.
    Die Revision ist bar jeder Logik und muss verhindert werden.

  8. Am Thema vorbei! Europas VerbraucherInnen wollen BESSERES Bio – und da versagt ausgerechnet die Bio-Lobby. Die Bio-Revision entstand vor dem Hintergrund von 20 Jahren Erfahrung mit der Verordnung und den vielen Schlupflöchern und Ausnahmegenehmigungen. Wenn die Bio-Branche weiterentwickelt werden soll, Transparenz und Kontrolle weiterhin ein wichtiges Element für Verbrauchervertrauen sein soll, DANN BRAUCHEN WIR EINE STARKE BIO-VERORDNUNG. Diese wird von den Verbänden torpediert, mit Argumenten wie wir sie aus jeder Lohnforderung der Gewerkschaften kennen: Arbeitsplätze in Gefahr. Wenn wir weiterhin ‘gutes Bio’ wollen, dann dürfen die Produktionsbedingungen nicht ‘optimiert’ werden (= verwässert, damit mehr Bio auf den Markt kommt), sondern sie müssen die, die diese billige Bio-Schwemme ermöglichen – und damit den Markt belasten! – ausgegrenzt werden. Qualität hat immer ihren Preis. Etwas in der ‘Qualität’ hochjubeln, um es dann zu verramschen, wie es die Verbände wollen, dient nur einer kurzfristigen Marketing-Optimierung.

  9. Ich bin gegen eine Neuordnung der bestehenden Bio-Regeln.
    Für Bio in Deutwschland und Europa sollte viel mehr getan werden, immer noch gibt es bei uns zu wenig Biobauern.
    Wozu neue Regeln? Mehr Geld zur Umstellung der Landwirtschaft sind vorrangig.
    Ch. Werner

  10. Ich bin gegen eine Totalrevision der EU-ÖKO- Verordnung!!
    Der BIO-Landbau braucht weitere Unterstützung. Regionale Produkte nicht nur in Deutschland, auch anderswo sollen weiter Bestand haben. Dieses sind Kulturgüter! Die vor einigen Jahren festgelegte EU-ÖKO-Verordnung ist ausreichend. Eine Revision würde nur unnötig Kosten verursachen, Zeit und Arbeitskraft binden, die an anderer Stelle sinnvolles bewirken könnte.

  11. spinnen eigentlich alle EU-Kommissionen? Diese Eurokraten machen langsam aber sicher alles kaputt was in den letzten Jahrzehnten an Positivem erreicht wurde. Es sind keine gewählten Volksvertreter aber benehmen sich wie einst Kaiser, Könige und andere Landesfürsten im Mittelalter und davor.

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