Backhefe

Hefe


Definition:

Hefen sind einzellige Pilze, die in der Natur als “wilde Hefen” allgegenwärtig sind. Zum Bier brauen und backen dienen speziell gezüchtete Hefestämme. Sie können Zucker bzw. Kohlenhydrate in Alkohol und Kohlenstoffdioxid umwandeln. Dadurch blähen sie den Teig auf und sorgen im Bier – unter Luftausschluss – für den Alkohol (Gärung).

Verwendung:

Backhefe lockert Brot- und Brötchenteig, Kuchen, Kleingebäck und Pizza. Es gibt sie frisch, als Würfel im Kühlregal, oder getrocknet im Tütchen.

Ein Extrakt aus Hefe wird häufig körniger Gemüse- und Fleischbrühe zugesetzt, da er Aromastoffe liefert und den Geschmacksverstärker Glutamat.

Konventionelle Produkte:

Hefe wird mit allerlei chemischen Hilfsmitteln gezüchtet, die sich dann später im Abwasser befinden, das nach dem Waschen der Hefe anfällt.

Noch vor einigen Jahren wurde intensiv an gentechnisch veränderten (gv) Hefestämmen gearbeitet. Heute nutzt man meist andere molekularbiologische Verfahren, um Zuchthefen zu manipulieren. Gv-Hefen sind derzeit in den EU-Ländern nicht auf dem Markt, heißt es bei TransGen. In den USA, Kanada, Moldawien und Südafrika sind gv-Hefen für die Weinherstellung zugelassen.

Gentechnisch veränderte Hefen werden auch genutzt, um Arzneimittelwirkstoffe, Enzyme oder Lebensmittelzusatzstoffe zu produzieren.

Biologische Produkte:

Bio-Hefe wird in Nährlösungen aus ökologischer Landwirtschaft gezüchtet. Waschen ist nicht erforderlich, was Wasser spart.

Bei Bio-Produkten ist die Verwendung gentechnisch hergestellter Zutaten grundsätzlich verboten.

Achtung:

Lebensmittel, die gentechnisch veränderte Hefen enthalten oder daraus bestehen, sind zu kennzeichnen. Nicht kennzeichnungspflichtig sind hingegen Produkte wie Wein oder Bier, wenn sie zwar mit gv-Hefen hergestellt wurden, diese jedoch aus dem Produkt vollständig entfernt wurden und nicht mehr nachweisbar sind.