Muesli

Müsli


Definition:

Gesunde Mischung aus rohem, gequetschtem Getreide mit getrockneten Fruchtstückchen, Nüssen und Samen, je nach Sorte auch mit Gewürzen oder Schokolade. Wird als Frühstück oder Zwischenmahlzeit bevorzugt mit Milch oder Joghurt gegessen. Zählt mit Cornflakes, gepopptem und geröstetem Getreide zum Sortiment der Frühstückscerealien.

Geschichte:

Das Urmüsli – gestampfte oder gequetschte Gräser mit Wasser oder Milch – war für unsere Vorfahren Grundnahrungmittel. Als Erfinder des modernen Müslis gilt der Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner, der vor knapp 100 Jahren seinen Patienten diese gesunde Rohkost vorsetzte. Für sein Original Bircher-Müesli weichte er Haferflocken in Wasser ein, raspelte Äpfel darüber und gab Zitronensaft, Kondensmilch und geriebene Nüsse dazu.

Konventionelle Produkte:

Fertige Müslimischungen enthalten Getreide aus konventionellem Anbau, das mit Pestiziden belastet sein kann. Sie sind häufig stark gesüßt. Getrocknete Früchte als Zutaten sind meist geschwefelt.

Biologische Produkte:

Auch im Naturkosthandel gibt es zahlreiche Müsli-Fertigmischungen. Dafür mischen Bio-Hersteller Haferflocken mit solchen von Weizen, Dinkel, Roggen und Gerste, manchmal auch von Kamut – häufig in Vollkorn-Qualität. Wer Gluten nicht verträgt, findet Kombinationen mit Reis, Hirse oder Buchweizen, Amaranth oder Quinoa. Natürlich stammen die Zutaten aus kontrolliert-biologischem Anbau.

Basismüsli enthält in der Regel 3 bis 4  Sorten Getreideflocken, Leinsamen, Sesam und Sonnenblumekerne. Weitere Zutaten in anderen Mischungen sind Mandelblättchen, Kakao, Amaranth, Kokosraspeln, Cashewkerne  und Gewürze. Öko-Fruchtmüslis enthalten getrocknete Früchte wie Weinbeeren, Datteln, Feigen und Aprikosen, selbstverständlich ungeschwefelt, und/oder gefriergetrocknete Beeren – und keine Fruchtaromen. In Sorten mit Tropenflair sind Banane, Ananas, Mango oder Papaya drin. Ebenfalls beliebt: Gebackenes Crunchy-Müsli sowie Amaranth-, Dinkel- und Weizenpops, Corn- und Dinkelflakes (siehe Cornflakes),  meist mit Honig gesüßt.

Ein neuer Trend vor allem in Bio-Läden ist Frühstücksbrei, der warm gegessen wird – ähnlich wie der englische Haferbrei Porridge. Die Mischung aus sehr feinen Getreideflocken, Schrot und Mehl, Früchten, Nüssen und mehr muss nicht kochen sondern einfach kurz in warmem Wasser, Milch oder Pflanzendrink quellen.

Einige Müslis sind ungesüßt, die meisten enthalten Honig, Dicksaft, selten auch Rohrohrzucker als Süßquelle. Auch Früchte bringen einiges an Süße mit, dank des Fruchtzuckers.

Tip:

Müsli ist tatsächlich so gesund und ausgewogen wie sein Ruf: Vollkorngetreide sättigt anhaltend, es enthält hochwertiges Eiweiß, reichlich Ballaststoffe und B-Vitamine. Nüsse und Samen bieten ungesättigte Fette, Trockenfrüchte liefern Mineralien und schnell verfügbare Energie – für einen guten Start in den Tag.

Noch gesünder ist selbst gemachter Frischkornbrei. Dazu Getreidekörner direkt vor der Mahlzeit in einer speziellen Quetsche zu Flocken pressen und nach Belieben frisches Obst, Nüsse oder Samen zugeben.