Erbsen

Erbsen




Definition:

Erbsen sind die Früchte einiger Schmetterlingsblütler und zählen damit wie Bohnen zu den Hülsenfrüchten. Sie besitzen besonders viel Eiweiß (bis zu 23 Prozent) und viele B-Vitamine, außerdem reichlich Ballaststoffe und Kohlenhydrate. Weltweit sind 250 Sorten bekannt. Nur die jungenZuckererbsen isst man samt Schote, bei all den anderen Sorten sind es die kugeligen Samen. Hierzulande gibt es außer Zuckerschoten vor allem Palerbsen (rund, glatt, leicht mehlig ) sowie Markerbsen (eckig, süßlich) im Angebot, seit einigen Jahren auch Kichererbsen, die in den Subtropen gedeihen.

Geschichte:

Die Erbse gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt.  Ursprünglich in Kleinasien beheimatet, ist sie heute auf der ganzen Welt verbreitet. Bis ins Mittelalter wurden Erbsen als Trockengemüse genutzt, häufig zu Mus verkocht. Erst danach brachte die Zucht Sorten hervor, die man frisch und noch grün verzehrte sowie als Zuckererbse mit der Hülse. Sie galten damals als Delikatesse.

Verwendung :

Die Erbsen-Saison geht von Juni bis August. Frische Erbsen sind sehr empfindlich, sie verlieren schnell Vitamine, Farbe und den süßlichen Geschmack. Daher am besten frisch verzehren, nur notfalls im Kühlschrank aufbewahren- in ein feuchtes Tuch gewickelt, in den Hülsen – maximal zwei Tage. Eine Prise Zucker im Kochwasser erhält ihre grüne Farbe. Getrocknete Erbsen vor dem Kochen am besten über Nacht einweichen und dann mit frischem Wasser kochen. 

Konventionelle Produkte:

Industriell getrocknete Erbsen dürfen mit schwefliger Säure behandelt werden. Das zerstört einen Großteil ihrer Vitamine.

Biologische Produkte:

Bio-Erbsen werden ohne chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel angebaut. Um Schädlinge und Krankheiten fern zu halten, gilt es eine strenge Fruchtfolge einzuhalten, mit mindestens 5- bis 6-jähriger Anbaupause.

Da Erbsen nicht lange haltbar sind, bietet auch der Naturkosthandel neben kontrolliertem Frischgemüse
während der Saison vor allem gefrorene, getrocknete oder in Glas und Dose konservierte Erbsen an.

Für Tiefkühlware werden die Erbsen gewaschen, kurz überbrüht und dann schockgefrostet. Sie behalten dabei ihre leuchtend grüne Farbe und einen Großteil der Nähstoffe.

In Dosen und Gläsern sind Erbsen gekocht und leicht gesalzen, gern mit Karotten kombiniert. Auch Kichererbsen gibt es so fix und fertig. Bei Trockenware hat man die Wahl zwischen gelben und grünen Erbsen, ganz oder halbiert und geschält. Die eignen sich prima für Suppe oder Mus. Kichererbsen sind die Grundlage vieler asiatisch-orientalischer Gerichte wie Falafel oder Hummus.

Achtung:

Erbsen nicht roh essen. Sie enthalten giftige Lektine, die erst das Kochen zerstört. Ferner sind Purine drin, die Gichtkranke meiden sollten.