Grüntee


Definition:

Grüner Tee stammt ebenso wie Schwarzer Tee vom Teestrauch Camellia sinensis. Doch ist er nicht fermentiert. Die frischen Blätter werden gedämpft (japanische Methode) oder geröstet, wie in China üblich. Das bewahrt ihre grüne Farbe, reichlich Gerbstoffe und bioaktive Substanzen. Ihnen verdankt der Grüne seinen Ruf als Gesundheitselixier.

Herstellung:

Grüner Tee kommt hauptsächlich aus China und Japan. Wie für Schwarzen Tee werden nur die Knospen und die ersten zwei Blättchen gepflückt. Sie dürfen dabei nicht beschädigt werden, da sonst die Fermentation beginnt. Das frische Grün wird kurz getrocknet und dann erhitzt: Daher hat japanischer Grüntee eine zitronengelbe bis grünliche Farbe. In China werden die Blätter geröstet, was dem Tee ein rauchiges Aroma verleiht. Anschließend wird die Ware gerollt, getrocknet und die verschiedenen Blattgrade ausgesiebt.

Sorten:

Sencha ist eine gedämpfte Sorte mit grasig-blumigem Geschmack, den die Japaner lieben. Auch Bancha kommt von dort. Er wird nach dem Dämpfen leicht geröstet, was den Koffeingehalt erheblich reduziert (nur 1,3%).

In China ist der geröstete kräftige Chun Mee beliebt. Gunpowder (Schießpulver) heißt eine zu Kügelchen gerollte chinesische Sorte. Sie schmeckt fein-herb und leicht rauchig.

Beliebt ist Grüntee auch mit dem Aroma von Jasminblüten.

Auch Earl Grey mit feinem Zitrusaroma gibt es auf Basis von unfermentiertem Tee.

Matcha hat in Japan eine lange Tradition. Der grüne Pulvertee wird mit einem Bambusbesen mit heißem Wasser verrührt und bei der japanischen Teezeremonie gereicht. Für Matcha deckt man die Teeplantagen vier Wochen vor der Ernte ab. Bei reduziertem Sonnenlicht bekommen die Blätter ihren typischen Geschmack. Nach dem Trocknen werden sie vermahlen.

Konventionelle Produkte:

Siehe Tee

Biologische Produkte:

Siehe Tee

Zubereitung:

Grüntee in der Regel nicht mit kochendem Wasser aufgießen. Sonst wird er bitter, seine Inhaltsstoffe leiden. Zwischen 70 und 90 Grad sind ideal, je nach Sorte. Ziehzeit: Maximal zwei Minuten. Ein weiterer Aufguss ist möglich.

Achtung:

Grüner Tee gilt zwar als gesünder als Schwarzer Tee, ist dafür aber häufiger und höher mit Pestiziden belastet als dieser. Auch Bio-Grüntee aus China ist nicht immer rückstandsfrei. Das hängt mit der unstrukturierten Bio-Branche dort zusammen: Mehr als 400 konkurrierende Institutionen vergeben Bio-Zertifikate nach unterschiedlichen Kriterien.