Kräutertee

Kräutertee


 Definition:

Aufgussgetränk aus getrockneten Kräutern. Als Einzelkräuter sind getrocknete Pfefferminzblätter, Kamillenblüten und Fenchelsamen begehrt. Mischungen gibt es je nach Wirkung der Kräuter für den Abend oder den Morgen, ausgleichend, erfrischend oder basisch, auch zum Fasten – um nur einige zu nennen. Für mehr oder besonderes Aroma werden einigen Sorten Gewürze, seltener Aromen zugesetzt. Kräutertee ist koffeinfrei. Er ist in Teebeuteln oder lose in Tütchen erhältlich.

Geschichte:

Kräutertees wurden vor allem wegen ihrer heilenden Wirkung schon im Mittelalter geschätzten. Besonders die Klöster pflegten zu jener Zeit das Kräuterwissen. Später lag die Kräuterheilkunde in den Händen von Apothekern.

Als Arznei-Kräutertees deklarierte Sorten müssen eine vorgeschriebene Qualität und einen genau definierten Wirkstoffgehalt haben.

Herstellung:

Grundsätzlich dürfen alle Pflanzenteile verarbeitet werden: Blätter, Früchte, Blüten, Knospen und Samen, Rinden, Wurzeln und Stiele. Welche in die Mischung kommen hängt davon ab, wo die aromatischen Inhaltsstoffe der jeweiligen Pflanze sitzen. Nach der Trocknung werden sie meist noch zerkleinert.

Konventionelle Produkte:

Aus konventionellem Anbau oder Wildsammlung. Zusatz künstlicher Aromen ist prinzipiell erlaubt. Immer wieder finden Warentester Pestizidrückstände sowie erhöhte Mengen an sogenannten Pyrrolizidinalkaloiden, die der Leber schaden und potenziell krebserregend sind. Sie stammen aus Beikräutern, die mitgeerntet werden.

Biologische Produkte:

Aus Wildsammlung oder kontrolliert-biologischem Anbau. In der Regel kommt der Geschmack allein von den getrockneten Pflanzen. Nur vereinzelt werden natürliche Aromen zugesetzt. Künstliche Aromen sind für Bio-Ware tabu. Keine Beanstandungen, was Schadstoffe angeht.

Zubereitung:

Für den Kräuteraufguss muss das Wasser sprudelnd kochen. Nach vier bis sechs Minuten abseihen.

Tipp:

Öfter mal die Sorte wechseln. Sonst erhält der Körper hochdosiert immer die gleichen Inhaltsstoffe.