Schwarzer Tee

Schwarzer Tee

 Definition:

Genussmittel. Aromatischer Aufguss aus den Blättern des immergrünen Teestrauches Camellia sinensis oder Camellia assamica, die man fermentiert.

Tee enthält von Natur aus Koffein, das anregend wirkt. Die Wirkung setzt allerdings langsamer ein als beim Kaffee, da das Koffein im Tee an Gerbstoffe gebunden ist und erst freigesetzt werden muss. Dafür hält sie länger an. Die Gerbstoffe beruhigen zudem den Mage-Darm-Trakt.

Verarbeitung:

Gepflückt werden nur die ersten beiden Blätter und die Knospe, denn die Qualität des Tees ist umso besser, je jünger die Blätter sind. Nach 10 bis 14 Tagen sind dann die nächsten Triebe pflückreif. Zunächst lässt man die frischen Blätter trocknen. Dadurch werden sie weich und lassen sich anschließend maschinell rollen. Dabei tritt Teesaft aus, die Fermentation beginnt. So behandelt können sich die ätherischen Öle ideal entfalten, die Teeblätter färben sich kupferrot. Für lange Haltbarkeit werden sie nochmals getrocknet. Daher sind sie am Ende dunkelbraun bis schwarz. Anschließend sortiert man den fertigen Tee noch nach Blattgraden.

 Sorten:

Die bekanntesten Schwarzteesorten sind der würzige Assam und der eher liebliche Darjeeling, beide aus Nordindien. Der fruchtig-herbe Ceylontee stammt aus Sri Lanka. Der halbfermentierte Oolong stammt vor allem aus Taiwan und Teilen Chinas. Earl Grey ein aromatisierter Schwarztee, dem das Öl der Zitrusfrucht Bergamotte eine exquisite Note gibt.

English breakfast ist traditionell eine Mischung von Teesorten aus Assam, Ceylon und Kenia. Für den kräftigen Ostfriesentee werden mindestens 50% Assamtee mit bis zu zehn Schwarztee-Sorten gemischt.

Tee wird nicht nur nach der Herkunft, sondern auch nach Blattgraden unterschieden. Es gibt Blatt-Tees, Broken-Tees, Fannings und Dust. Die letzten beiden landen hauptsächlich in Teebeuteln. Ganze Blätter gibt es in fünf Qualitäten, je nach ihrem Gehalt an zarten Blattspitzen und Knospen. Je mehr davon drin sind, desto weniger Gerbsäure hat der Tee und desto feiner ist sein Aroma.

In Darjeeling und Assam wird Tee zudem nach dem Erntezeitpunkt klassifiziert. Der zuerst im Frühjahr gepflückte Tee, der “First Flush”, hat ein frisches blumiges und spritziges Aroma. Der „Second Flush“, die Sommerpflückung, ist im Aroma etwas kräftiger und ausgereifter. Der „Third Flush“ oder „Autumn Flush“ wird erst ab Oktober gepfückt und ist nicht ganz so aromatisch wie die vorhergehenden Ernten.

Schwarztee gibt es auch aromatisiert, zum Beispiel mit Vanille- oder Orangennote.

Konventionelle Produkte:

Siehe Tee

Biologische Produkte:

Siehe Tee Viele Sorten aus fairem Handel, etwa von der 1985 gegründeten „Teekampagne“.

Zubereitung:

Mit kochendem Wasser aufgießen. Bleibt der Tee zwei Minuten drin, regt er an. Zieht der Aufguss länger, lässt diese Wirkung nach und das Getränk wird bitter. Wer mag, kann Zucker, Milch oder Zitrone zufügen.