Grünkern


Definition:

Grünkern ist Dinkel, der noch grün, zur Zeit der sogenannten Milch- oder Teigreife, geerntet worden ist. Die Körner sind saftig und weich, da die Stärke noch nicht voll ausgebildet ist. Sie werden über Holzfeuer getrocknet (gedarrt), was ihnen einen würzig-rauchigen Geschmack verleiht und sie haltbar macht.

Geschichte:

Grünkern wurde vor mehreren hundert Jahren eher beiläufig entdeckt: Aus Angst vor Missernten holten Landwirte ihren Dinkel unreif vom Feld und trockneten ihn überm Feuer. Dabei kamen sie auf den Geschmack. Zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten, sind Grünkern und Grünkernprodukte heute vorrangig eine Spezialität der Naturkost-Läden.

Verwendung:

Grünkern ist vor allem beliebt für die Zubereitung von Bratlingen, Aufläufen und Aufstrichen, schmeckt aber auch in Suppen und als vollwertige Beilage.

Konventionelle Produkte:

Grünkern gibt es im konventionellen Handel eher selten. In fein vermahlener oder geschroteter Form ist er Bestandteil mancher Fertigsuppe.

Biologische Produkte:

Aus kontrolliert-biologischem Anbau. Erhältlich als ganze Körner, Grieß oder Schrot sowie Vollkornmehl. Außerdem verarbeitet zu Aufstrichen und Bratlingen bzw. Burgern.