Mais

Mais


Definition:

Mais gehört zur Familie der Süßgräser und zählt zum . Er wird zum Großteil als Futtermittel angebaut, der süßere Zucker- oder Gemüsemais für unsere Ernährung. Die gelben Körner enthalten Fett, Vitamine (etliche B-Vitamine, C und Provitamin A), Mineralien (Kalzium, Kalium, Phosphor, Eisen und Natrium) und viele Ballaststoffe. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren.

Geschichte:

Mais stammt ursprünglich aus Zentral- und Südamerika. Dort und in Afrika ist er noch heute ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Die Spanier brachten ihn nach Europa, wo er ab dem 17. Jahrhundert kultiviert wird. Mais gehört mit Weizen und Reis zu den drei am häufigsten angebauten Getreidesorten. Er dient größtenteils als Viehfutter, zunehmend auch als Rohstoff für Bioethanol und Biogas.

Konventionelle Produkte:

Aufgrund der großen Nachfrage wächst Mais in riesigen Monokulturen, vor allem in den USA und China. Er wird intensiv mit chemisch-synthetischen Mineraldüngern und/oder Gülle und Mist aus Massentierhaltung gedüngt. Maisanbau begünstigt die Bodenerosion: Spät ausgesäät liegen die Felder ohne Bewuchs. Als Monokultur zieht er Schädlinge an, daher werden reichlich Pestizide ausgebracht.

Seit Ende der 1990er Jahre ist Gentechnik im Maisanbau verbreitet: Schädlings- und herbizirestistente Maissorten wachsen vor allem in den USA, Brasilien, Kanada, Argentinien und Südafrika. Im Jahr 2014 machte Gen-Mais laut transGen schon 30 Prozent der Weltanbaufläche aus, in den USA betrug der Anteil gentechnisch veränderter (gv-) Sorten 93 Prozent. Auch in einigen EU-Ländern gedeiht solcher Mais, vor allem in Spanien. In Deutschland ist der Anbau von gv-Mais verboten. Doch darf er als Futtermittel importiert werden.

Deutschland ist gentechnikfrei?( Schrot und Korn 06/2013 )

Biologische Produkte:

Mais aus kontrolliert-biologischem Anbau kommt ohne chemisch-synthetische Dünger und Pestizide aus. Zwischensaaten und konsequente Fruchtfolge schonen den Boden und beugen starkem Schädlingsbefall vor. Bei Bedarf wird dem gefürchteten Maiszünsler mit Schlufwespen der Garaus gemacht. Gegen den  Maiswurzelbohrer helfen als Nützlinge Nematoden (Fadenwürmer). gv-Mais ist für Bio-Bauern tabu. Das gilt auch für´s Tierfutter.

Im Naturkostladen gibt es Maiskolben frisch zu kaufen, Maiskörner im Glas, auch tiefgekühlt; ferner vermahlen zu Mehl und Grieß (Polanta) sowie verarbeitet zu Cornflakes, Maiswaffeln und Chips, Siruppulver zum Süßen und Maiskeimöl. Die Körner für Popcorn stammen von einem speziellen Hartmais. Da Mais kein Gluten enthält, bereichert er auch das glutenfreie Sortiment, etwa als Paniermehl oder Nudeln. 

Tip:

Für Vegetarier und Veganer: Mais enthält viel der essentiellen Aminosäuren Tryptophan und Methionin, aber kaum Isoleucin und Leucin. Bei Bohnen ist es genau umgekehrt. Ideal ist es daher, Mais und Bohnen zusammen zu essen.