Weizen

Weizen


Definition:

Weizen gehört zur Familie der Gräser und stammt von den Ur-Getreiden Emmer und Einkorn ab. Weizen ist nach Mais und Reis das drittwichtigste , beansprucht aber die meiste Anbaufläche. Man unterschiedet Weich- und Hartweizen. Die Vollkorn-Variante liefert viele Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe.

Geschichte:

Wilde Formen des Weizens stammen aus Kleinasien. Erst im 11. Jahrhundert setzte sich die ertragreiche Getreideart in Mitteleuropa durch. Der bei uns wachsende Weichweizen besitzt besonders viel Klebereiweiß (Gluten), weshalb er ideal zum Backen von Brötchen, Brot und Kuchen ist. Hartweizen gedeiht vor allem im Mittelmeerraum und gibt einen  guten Nudelteig.

Konventionelle Produkte:

Dicht gepflanzte Monokulturen begünstigen Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall und laugen den Boden aus. Deshalb werden die Pflanzen chemisch-synthetisch gedüngt und mit Pestiziden behandelt. Etwa die Hälfte der konventionellen Erntemenge dient als Futtermittel und für Biokraftstoff.

Entwicklung vieler gentechnisch veränderter (gv-) Sorten, unter anderem für Trocken- und Salztoleranz, zur Ertragssteigerung und Pilzresistenz. Solcher gv-Weizen wird allerdings weltweit bisher nicht kommerziell angebaut (Stand 2013). Auch in Deutschland hat es mehrere Freilandversuche mit gv-Weizen gegeben, die nach massiven Protesten jedoch eingestellt wurden.

Biologische Produkte:

Stammen aus kontrolliert-biologischem Anbau ohne chemische Dünger und ohne Pestizide. Unkraut wird mechanisch kontrolliert, Fruchtfolge verbessert die Böden.

Der Naturkost-Handel bietet ganze Weizenkörner sowie Flocken an, Mehl und Paniermehl, Grieß und Kleie aus dem Getreide, ferner Nudeln und Backwaren wie Brot, Brötchen, Kekse, Toast. Weizeneiweiß wird für Fleischersatz-Produkte  wie Seitan genutzt.

Tip:

Für die schnelle Küche: Bulgur und Couscous sind besondere Zubereitungsformen des Weizens, die innerhalb von 10 bis 15 Minuten garen.  Dafür wurden die Körner geschrotet, gedämpft und wieder getrocknet.