Kichererbsen


Definition:

Reife Samen einer Hülsenfrucht, die heute vor allem im Mittelmeerraum und im Mittleren Osten wächst. Die kugeligen Samen sind eiweißreich und arm an Fett, sie besitzen viele Ballaststoffe und sind reich an den essenziellen Aminosäuren Lysin und Threonin. Ferner sind Vitamin B1, B6 und Folsäure drin sowie Mineralstoffe, insbesondere Eisen.

Im Handel sind meist die rundlichen, beige-gelben Kichererbsen aus dem Mittelmeerraum erhältlich. Sie schmecken leicht nussig und mild.

Geschichte:

Die Kichererbse ist eine sehr alte Nutzpflanze. Sie wurde schon vor 8.000 bis 10.000 Jahren im vorderen Orient angebaut. Dort ist sie auch heute noch ein wichtiges Grundnahrungsmittel, ebenso wie in Ländern Latein- und Südamerikas. Auch bei uns sind Kichererbsen und Produkte damit inzwischen recht beliebt, vor allem dank des Naturkost-Handels. Sie sind eine wertvolle Proteinquelle für Vegetarier und Veganer.

Verwendung:

Nur in gekochtem Zustand oder als gekeimte und anschließend blanchierte Sprossen. Kichererbsen lassen sich zu Bratlingen, Brotaufstrich oder Dip verarbeiten und passen gut zu Reisgerichten und Couscous. Sie bereichern manchen Eintopf und taugen als Keimling für Salat.

Konventionelle Produkte:

Aus konventionellem Anbau mit Pestiziden und Kunstdünger. Kichererbsen gibt es auch geschält zu kaufen. Dann enthalten sie weniger gesunde Inhaltsstoffe und sind nicht mehr keimfähig.

Biologische Produkte:

Kontrolliert-biologischer Anbau ohne Pestizide und künstliche Dünger. Dort werden die Pflanzen auch als natürlicher Dünger geschätzt, da sie – wie andere Hülsenfrüchte auch – Stickstoff aus der Luft in den Boden überführen.

Im Naturkost-Handel gibt es Kichererbsen getrocknet oder bereits vorgekocht in Glas oder Dose, gekeimt oder zu Mehl gemahlen. Sie sind die Grundzutat für Falafel, das sind frittierte Bällchen, und Hummous, einen Brotaufstrich mit Sesammus. 

Tip:

Getrocknete Kichererbsen müssen vor dem Garen am besten über Nacht in Wasser einweichen. Solche, die dann noch oben schwimmen, aussortieren: Sie werden auch beim Kochen nicht mehr weich. Einweichwasser grundsätzlich weggießen.

Kichererbsenmehl ist glutenfrei, sofern es in separaten Mühlen gemahlen wird und entsprechend gekennzeichnet ist.