Küchenkräuter (trocken)

Küchenkräuter


Definition:

Aromatische Pflanzen, die zum Würzen und Abschmecken von Lebensmitteln verwendet werden. Gibt es frisch, im Topf oder in Bündeln zu kaufen, sowie  getrocknet und zerkleinert, auch tiefgefroren. Häufige Kräuter sind Schnittlauch, Dill und Petersilie, Basilikum, Minze, Rosmarin und Thymian.

Getrocknete und Tiefkühlkräuter gibt es sortenrein, vor allem erstere auch als Würzmischungen.

Geschichte:

Der Kräuteranbau hat eine lange Geschichte. Im 16. Jahrhundert waren Kräuterbücher nach der Bibel die auflagenstärksten Druckwerke. Die aromatischen Pflänzchen wurden insbesondere wegen ihrer heilenden Wirkungen geschätzt. Heute gibt es bei uns Kräuter aus aller Welt.

Konventionelle Produkte:

Stammen aus konventionellem Landbau. Werden mineralisch gedüngt und mit Pestiziden behandelt. Nicht selten mit Rückstände davon belastet, die die Grenzwerte überschreiten.

Um sie haltbar zu machen, dürfen getrocknete aromatische Kräuter und Gewürze in Deutschland (wie in andern EU-Staaten auch) mit ionisierenden Strahlen behandelt werden. Das muss – auch wenn sie zum Beispiel nur als Gewürz in Pizza landen – in der Zutatenliste vermerkt sein.

Biologische Produkte:

Aus kontrolliert-biologischem Anbau, wo Pestizide und mineralische Dünger tabu sind. Deshalb in der Regel längere Kulturdauer, aber auch widerstandsfähigere Pflanzen mit besseren und intensiveren Aromen.

Getrocknet werden Bio-Kräuter entweder an der Luft – für mehrere Stunden in der Sonne –  oder im Gefriertrockner. Dazu werden sie frisch gehackt, eingefroren und anschließend im Vakuum, also mit Unterdruck, getrocknet.

Die Konservierung mit ionisierenden Strahlen ist bei Bio-Kräutern verboten. Sie werden, falls notwenig, mit heißem Dampf entkeimt.

Tip:

Kräuter gedeihen auch gut auf dem Balkon oder dem Fensterbrett.  Bio-Saatgut dafür führt der Naturkosthandel, mitunter auch Jungpflanzen. Die gibt es natürlich auch beim Bio-Gärtner. Frisch geerntet entfalten Kräuter das beste Aroma und enthalten die meisten Wirkstoffe. Und: Wer mit frischen Kräutern würzt, braucht weniger Salz.