Miso


Definition:

Miso ist eine japanische Würzpaste  aus milchsauer vergorenen Sojabohnen, Salz und meist einer Getreideart. Miso enthält alle essentiellen Aminosäuren und wichtige Mineralstoffe sowie Enzyme, Isoflavone und Lecithin. Der Eiweißgehalt liegt je nach Sorte zwischen zwölf und 20 Prozent.

 Herstellung:

Für Miso werden gedämpfte Sojabohnen mit gedämpftem Reis oder gedämpfter Gerste und Meersalz  sowie Koji-Schimmelpilzen in Fässern vergoren. Die traditionelle Herstellung kann ein bis drei Jahre dauern.  In Japan gibt es mehr als 50 Sorten, in Deutschland im wesentlichen drei: Reis-, Gersten- und reines Sojabohnen-Miso .

Verwendung:

Die Würzpaste bietet sich vor allem als Grundlage für Suppen und Eintöpfe an, anstelle von Gemüse- oder Fleischbrühe, auch für Brotaufstriche. Ebenso verfeinert Miso Suppen, Dipps, Gemüse- und Reisgerichte.

Konventionelle Produkte:

Nicht immer wird Miso traditionell hergestellt. Um lange Reifzeiten zu sparen, verwendet die Lebensmittelindustrie Zusatzstoffe für den Geschmack und die Haltbarkeit. Das können Süßstoffe, Glutaminsäure und Aromastoffe sein, Konservierungsmittel und chemische Zusätze wie Bleichmittel.

Biologische Produkte:

Traditionell mit langen Reifezeiten hergestellt. Die Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Paste wird nicht pasteurisiert und kommt ohne chemische Zusätze aus.

Im Bio-Laden gibt es Miso als Paste und als Instant-Brühe mit Gewürzen, ebenso Miso-Suppe, das japanische Nationalgericht.

Tip:

Aufgrund seiner Nährstoffe und reichlich Protein gilt Miso als sehr gesund. Die enthaltenen Milchsäurebakterien fördern die Verdauung.

Vorsicht: Wer auf Soja allergisch reagiert, sollte bei Miso aufpassen.