Erdnuss

Erdnuss


Definition:

Frucht der Erdnusspflanze, die ursprünglich aus Südamerika stammt. Sie zählt botanisch gesehen zu den Hülsenfrüchten. Nach der Befruchtung der Blüten bohren sich die Stengel der bis zu 70 Zentimeter hohen Pflanze in den Boden. Dort reifen in 5 bis 8 Zentimeter Tiefe die Fruchthülsen mit den Erdnusskernen heran. Sie enthalten bis zu 30 Prozent Eiweiß, etwa 50 Prozent Fett aus vielen ungesättigten Fettsäuren sowie die Vitamine B und E. Mit 180 mg  pro 100g besitzen Erdnüsse so viel Magnesium wie kaum ein anderes pflanzliches Nahrungsmittel.

Verarbeitung:

Nach der Ernte lässt man die Nüsse in ihren Schalen trocknen – in warmen Ländern im Freien, ansonsten mit künstlicher Wärmezufuhr. Anschließend werden sie gedroschen und gegebenenfalls geschält. Ob mit oder ohne Schale, meist kommen sie geröstet in den Handel, denn dann entwickelt sich erst ihr typisches Aroma. Roh schmecken Erdnüsse eher nach Erbsen.

Konventionelle Produkte:

Wachsen in Monokulturen heran, künstlich gedüngt und mit synthetischen Pestiziden behandelt.

Biologische Produkte:

Kontrollierte Bio-Qualität kommt vorwiegend aus Ägypten und China, vereinzelt auch aus Syrien und Ecuador. Bio-Erdnüsse in der Schale sind ungebleicht und daher etwas dunkler.

Der Naturkost-Handel bietet Erdnüsse in der Schale an sowie ohne, dann meist geröstet und gesalzen. “Wilde” Erdnüsse gibt es auch pur. Ferner werden sie zu Erdnussmus und -creme verarbeitet. Wertvoll und gesund ist das kaltgepresste Bio-Erdnussöl, das sich besonders für Wok-Gerichte eignet.

Achtung:

Erdnüsse zählen zu den Hauptallergenen. Zudem sind sie sehr anfällig für Schimmelpilzgifte, sogenannte Aflatoxine. Verfärbte oder schrumpelige Nüsse vorsichtshalber aussortieren!