Paranuss

Paranuss


Definition:

Samen des bis zu 50 Meter hohen Paranussbaumes. Er wächst ausschließlich wild in den Regenwäldern Südamerikas. Im Innern seiner Kapselfrüchte befinden sich bis zu 20 Samen, dreikantig, mit sehr harter Schale und mandelartigen Kernen. Sie besitzen viel Fett – um die 67 Prozent – ,das allerdings überwiegend aus gesunden ungesättigten Fettsäuren besteht. Paranüsse sind zudem eine gute Proteinquelle und enthalten viele Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente.

Verwendung:

Vor allem als Knabberei für zwischendurch, zerkleinert oder gehobelt, um Speisen mit Fett und Eiweiß anzureichern.

Konventionelle Produkte:

Paranüsse wachsen meist wild. Sie sind nur schwer zu kultivieren, da sie zur Vermehrung auf verschiedene “Hilfsorganismen” angewisen sind: Bienen als Bestäuber und
Nagetiere (Agutis) zur Samenverbreitung.

Da Paranüsse giftige und radioaktive Stoffe akkumulieren können, unterliegt die Einfuhr von Samen mit Schale nach Europa strengen Auflagen. Dies übersteigt die Möglichkeiten der meisten südamerikanischen Produzenten, so  dass die Nüsse fast ausschließlich in geschälter Form in den Handel kommen.

Biologische Produkte:

Stammen aus Wildsammlung in Bolivien und Peru. Naturkost-Läden bieten sie sortenrein oder in Nussmischungen an.

Achtung:

Wie andere Nüsse sind Paranüsse besonders anfällig für Schimmelpilze, die giftige Aflatoxine bilden. Daher verschimmelte, verfärbte oder muffig riechende Exemplare unbedingt entsorgen.