Mohn

Mohn


Definition:

Arznei-, Würz- und Zierpflanze mit rot leuchtenden Blüten. Aus den unreifen Kapseln wird Opium gewonnen, aus den reifen das Mohnsamenöl. Die Samen liefern mehr als 20 Prozent Eiweiß und enthalten bis zu 50 Prozent Öl mit reichlich Linolsäure. Zudem sind viele Mineralien drin, darunter Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer und Zink sowie das Vitamin B1.

Es gibt weißen, grauen und blauen Mohn: Weißmohn ist eine alte Mohnsorte mit nussigem Aroma. Graumohn ist eine Spezialität aus dem österreichischen Waldviertel. Er ist öliger als die blaue Sorte und milder im Geschmack. Am häufigsten gibt es Blaumohn zu kaufen, der intensiver und herb-nussig schmeckt.

Verwendung:

Mohnsamen werden gerne als Backzutat verwendet, zur Dekoration von Brötchen oder als Füllung für Kuchen und Gebäck. Aus den reifen Samen wird ein edles Öl kalt gepresst.

Konventionelle Produkte:

Aus konventionellem Anbau, mit Pestiziden behandelt.

Biologische Produkte:

Bio-Mohn stammt häufig aus der Türkei. In Naturkost-Läden gibt es ihn in allen drei Farben, Blaumohn auch gedämpft und gemahlen.

Tip:

Blaumohn ist von Natur aus mit Morphin belastet, das vom milchigen Kapselsaft stammt. In hohen Mengen kann es der Gesundheit schaden. Daher die Samen vor dem Verzehr/der Verwendung zunächst mit warmem Wasser waschen. Kochen oder  Backen verringern den Morphingehalt weiter. Bei rohem Genuss sollte ein Erwachsener nicht mehr als 20 g Mohn am Tag zu sich nehmen. Für Säuglinge und Kleinkinder ist roher Mohn gar nicht geeignet. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt vorsichtshalber, Speisen mit einem hohen Gehalt an Mohnsamen aufgrund des Morphingehaltes nur gelegentlich zu essen.

Mohn zum Backen am besten zunächst in Milch kochen, sonst schmeckt er manch einem zu herzhaft und hart. Vorheriges Mahlen oder Schroten machen ihn noch weicher.